Sternenhimmel in der Rötzer Stadtpfarrkirche: 1000 Sterne sorgen für adventliche Stimmung

Allein das Aufhängen der rund 1000 Sterne hat mehr als drei Stunden gedauert – die Gesamtarbeitszeit lässt sich nicht schätzen. Das Bild, das durch die Sterne aus goldenem und silbernem Tonkarton in der Stadtpfarrkirche St. Martin entstanden ist, ist dafür einmalig. Über den Kirchenbänken und dem Altar in der Rötzer Stadtpfarrkirche (Landkreis Cham) wurde der weihnachtliche Schmuck angebracht.
Die Idee für diese besondere, adventliche Dekoration hatte Stadtpfarrer Alexander Dyadychenko schon voriges Jahr. „Man braucht Leute, die das umsetzen können“, betont er und meint damit vor allem Mesnerin Petra Maier, die gemeinsam mit ihm in diesem Herbst mit den ersten Vorbereitungen begonnen hat.
Zunächst musste der glitzernde Tonkarton besorgt werden, in der Stärke 160 g, damit die Sterne nicht zu schwer werden und gut mit den Konturen bedruckt werden können.
Viele Helfer beim Aufhängen
Zusammen mit den Kindern der Klassen drei und vier der Rötzer Grundschule hat sie dann die Sterne in den verschiedenen Größen ausgeschnitten, auch ihr Mann hat mitgeholfen, verrät Petra Maier. Danach hat sie die Sterne zusammengesetzt und zusammengenäht, weil der Faden ein geringeres Gewicht hat, als wenn man Kleber verwenden würde. Im Anschluss wurden alle rund 1000 Sterne von vielen Helfern an Schnüren in der Pfarrkirche aufgehängt. Neben Pfarrer Dyadychenko und Petra Maier haben auch Mitglieder des Pfarrgemeinderates und des Familiengottesdienstes dabei mitgeholfen.
Die Sterne passen, ebenso wie die Holzsterne bei den vier Kerzen des Adventskranzes beim Altar, zum Motto der Adventszeit in Rötz und auch in Heinrichskirchen, das „Wir folgen dem Bethlehem-Stern“ lautet, erklärt der Stadtpfarrer.
„Es macht uns Freude, zu sehen, wie gut sie ankommt“
Wenn die Menschen in die Kirche kommen, bewegen sich die Sterne über ihren Köpfen durch den Luftzug. Mit dem Kerzenschein in der Kirche und passender, besinnlicher Musik dazu habe das Ganze eine besondere Wirkung, „die Menschen kommen gleich in adventliche Stimmung.“
Gerade in der Adventszeit hätten die Menschen Sehnsucht danach, zur Ruhe zu kommen. Und in der Adventszeit habe man das Gefühl, dass Himmel und Erde zusammen kommen und vereint seien durch die Geburt Jesu Christi.
Diese besondere Dekoration habe sehr viel Arbeit gemacht, „aber es macht uns Freude, zu sehen, wie gut sie ankommt“, sagt Pfarrer Dyadychenko.
Freude für Kirchenbesucher
Auf jeden Fall bis zum Ende der Weihnachtszeit, vielleicht bis Lichtmess, sollen die Sterne in der Pfarrkirche hängen bleiben und die Kirchenbesucher erfreuen.


