Nächster Coup in Vorbereitung: Matthias Meier steckt mitten in der Vorbereitung der Schwarzachtalmesse

Von Jan Lange · 6. Dezember 2024 um 11:00

Er wolle so wenig wie möglich ändern, sagt Matthias Meier in Bezug auf die nächste Schwarzachtalmesse. Schließlich sei die Veranstaltung in der Vergangenheit sehr gut gelaufen. Ende April 2025 soll das wieder der Fall sein.

Die Schwarzachtalmesse wird nun aber nicht mehr von einem ehrenamtlichen Team vorbereitet. Matthias und Melanie Meier sind die neuen Organisatoren. Die beiden leiten zwar erstmals die Firmen- und Vereinsschau in der Schwarzachtalhalle, dennoch sind sie nicht unerfahren was diese Messe betrifft. Seit mehr als zehn Jahren übernimmt ihre Backstage GmbH den Sicherheitsdienst sowie den Messeauf- und -abbau.

Fünf oder sechs Schwarzachtalmessen haben die Meiers so schon begleitet. Sie haben an unzähligen Treffen der bisherigen Organisatoren teilgenommen. „Wir kennen die Messe mittlerweile in- und auswendig“, meint Matthias Meier. Bei der Ausgabe 2023 betreuten sie auch einen Stand ihrer eigenen Brauerei.

Bisheriges Team will weiter unterstützen

Als er vom bisherigen ehrenamtlichen Messeteam gefragt wurde, ob er sich zutraue, die Schwarzachtalmesse federführend zu organisieren, musste der 32-Jährige deshalb auch nicht lange überlegen. Die erfahrenen Aktiven wollen die neue Führung bei der nächsten Messe noch mit unterstützen – das hätten sie ihm zugesagt, so Meier.

Schon jetzt deutet sich an, dass auch die Schwarzachtalmesse 2025, die am 26. und 27. April stattfindet, ein Erfolg werden könnte. Von den gut 100 Ständen sind laut Meier mehr als 80 vergeben. Er sei mit den bisherigen Zusagen „sehr zufrieden“, sagt der 32-Jährige. Spätestens Anfang Februar sollten alle Stände vergeben sein, meint Meier. Er rechnet aber damit, dass dies bereits früher der Fall sein wird.

Zugesagt haben auch schon die Neunburger Feuerwehr, die auf dem Parkplatz verschiedene Aktivitäten anbieten will, die Polizei, die auch einen Einstellungsberater mitbringen will, sowie die Bundeswehr. Neben Unternehmen, die schon bei vielen Messen dabei sind, haben sich auch Aussteller gemeldet, die bislang die Schwarzachtalmesse nur vom Hören und Sagen kennen. Die Teilnehmer, die sich bereits angemeldet haben, kommen laut Meier aus einem Umkreis von gut 30 Kilometern rund um Neunburg. Es sei also keineswegs nur eine Neunburger Gewerbeschau, sondern bereits eine Messe der Region. Und die lockt jedes Mal Tausende Besucher an.

Eintritt zur Messe bleibt frei

Damit dies auch im nächsten Jahr so ist, will Matthias Meier am freien Eintritt festhalten. Nicht verändern wollte er ebenso den Termin der Messe. Das Datum Ende April sei mit den anderen Messen in der Region abgestimmt und bei den Besuchern auch etabliert. Das gilt genauso für den Zwei-Jahres-Rhythmus, an dem Matthias und Melanie Meier festhalten wollen.

Auch im Rahmenprogramm sollen sich viele Elemente der vergangenen Messen wiederfinden – so zum Beispiel eine Hüpfburg und die Kutschfahrten. Die eine oder andere neue Idee hat Matthias Meier aber dennoch. Und die sollen vor allem beim Rahmenprogramm sichtbar werden. „Die Stadt wird ihn unterstützen, wo es geht“, versprach Bürgermeister Martin Birner (CSU) kürzlich beim Pressetermin im Rathaus. Es sei schon eine Leistung gewesen, „jemanden zu finden, der es weitermacht“.

Mit Matthias Meier hat sich auf jeden Fall ein Messeveranstalter gefunden, der durchaus als einer der Macher von Neunburg bezeichnet werden kann. Neben der Schwarzachtalmesse organisiert der 32-Jährige auch die Neunburger Wiesn, die knapp fünf Wochen nach der Gewerbe- und Vereinsschau (28. Mai bis 1. Juni 2025) stattfinden wird.

Beim Burgadvent und dem Altstadtfest, den beiden weiteren großen Veranstaltungen in Neunburg, übernimmt seine Firma den Sicherheitsdienst. Neben den ganzen Veranstaltungen hat der 32-Jährige noch eine kleine Privatbrauerei zu führen. Dort wird beispielsweise das Neunburger Altstadtbräu gebraut – mehr als 130 Hektoliter jährlich.

Das Helle ist beliebt

Ausgeschenkt wird das Helle auch beim Altstadtfest von den Handballern des 1. FC Neunburg und natürlich auf „seiner“ Wiesn. Das helle Altstadtbräu soll im nächsten Jahr durch eine Pilssorte ergänzt werden. Auch Weißbier zu brauen, könnte sich Meier für die Zukunft vorstellen. Dafür gebe es aber noch keine konkreten Umsetzungspläne.

Aus Meiers Brauerei kommt aber nicht nur Bier, sondern ebenso Liköre wie zum Beispiel der Hussitenkümmel oder das Hussitenblut, das besonders gern während der Festspiele ausgeschenkt und getrunken wird. Relativ neu im Sortiment ist der Arrak, eine Art Rum aus Zuckerrohr und Reis. Von den einzelnen Likörsorten werden jeweils um die 1000 Liter pro Jahr hergestellt – von der einen Sorte etwas mehr, von der anderen etwas weniger, wie Meier erklärt. Im kommenden Jahr will er weitere Liköre anbieten. „Wir wollen ja nicht stehenbleiben“, meint er.

Auch Essig produziert Meier in den Räumlichkeiten des Weißen Brauhauses: In guten Monaten seien es um die 1000 Liter, in den anderen sei die Menge ein bisschen geringer.

Investiert hat er in eine Hackschnitzelheizung mit einer Leistung von 200 Kilowatt. Mit ihr werden das Brauereigebäude, das Haus seiner Eltern, das benachbarte Mietshaus und der Weißbierkeller beheizt. Das Nahwärmenetz könnte noch in der näheren Umgebung erweitert werden, sagt Meier.

Den Weißbierkeller, ein früheres Gasthaus gegenüber der Brauerei, hat er nach Denkmalsvorgaben auf Vordermann gebracht. Ein Gasthaus soll es aber nicht wieder werden, vielmehr ein Raum für private Feiern oder einzelne Events wie ein Krimi-Dinner. Ideen hat Matthias Meier jedenfalls viele – und so einige wird er in der Zukunft sicher auch noch realisieren.

So voll wie bei der Schwarzachtalmesse 2023 soll es auch bei der Ausgabe im nächsten Jahr werden. Foto: Ralf Gohlke, Archiv