Romantisches Weihnachtsdorf in Roding bietet in diesem Jahr noch mehr Auswahl

An allen Ecken und Enden wurde am Donnerstag auf dem Areal gewerkelt, damit das Rodinger Weihnachtsdorf am Esper pünktlich am Freitag um 19 Uhr seine Tore öffnen kann. Die Vorfreude auf die mittlerweile dritte Auflage des etwas anderen Weihnachtsmarktes ist sehr groß, wie Bürgermeisterin Alexandra Riedl sowie die beiden Organisatoren Sebastian Gabler und Birgit Lehner berichteten.
Vom Markt in der Innenstadt zum weihnachtlichen Dorf am Esper zu wechseln, habe sich definitiv bewährt, sagt Riedl: „Das Ambiente ist einfach toll, wir haben auch durchgehend sehr positive Rückmeldungen bekommen.“ Zudem waren die Besucherzahlen in den beiden Vorjahren sehr hoch. Ein weiterer Vorteil: Es gibt mehr Platz für die Hütten der Vereine und die Kunsthandwerker (von Holzkunst über Strickwerk und Töpferwaren und Schmuck ist alles dabei), „das wäre in der Innenstadt gar nicht möglich.“
Bauhof-Team fleißig im Einsatz
Dass das Weihnachtsdorf gut ankomme, zeige auch, dass die Zahl an Vereinen und Kunsthandwerkern, die dabei sein wollen, stetig steige. Bei der Rekordzahl von 33 Buden ist man in diesem Jahr angekommen, „die bekommen wir aber schön unter“, sagte Gabler. Er und Riedl dankten dem Team vom Bauhof, das unter anderem Stehtische aus Holz gefertigt hat und beim Aufbau stark gefordert ist. „Ohne sie könnten wir solche Events nicht auf die Beine stellen“, betonte er.
Die Öffnungszeiten hätten sich bewährt und bleiben daher gleich, so die Organisatoren. Los geht es am Freitag um 19 Uhr, bis 23 Uhr ist das Dorf geöffnet. Am Samstag können die Besucher von 15 bis 23 Uhr kommen und am Sonntag von 14 bis 19 Uhr. Dass das Hüttendorf damit Freitags und Samstags länger geöffnet sei als andere Märkte, sei ein Alleinstellungsmerkmal und komme gut an: „Viele Leute bleiben“, hat Gabler festgestellt.
Bewährtes und Neues
Beim Programm wolle man neben Bewährtem auch immer etwas Neues bieten. So zeigt etwa heuer am Samstag und Sonntag ein Rodinger Schmid sein Handwerk. Für kulinarische Schmankerl sorgen wie gewohnt Vereine aus dem Stadtgebiet, darunter einige, die neu dabei sind, etwa die Feuerwehren aus Kalsing und Ziehring, so Gabler. In diesem Bereich wird den Besuchern in Roding ebenso viel Besonderes geboten: Neben Klassikern wie Bratwürsten sind etwa auch Eintöpfe, Suppen, Rosswürste oder gebackene Zwiebelrosen im Angebot.
Auch für die passende musikalische Umrahmung ist gesorgt. So eröffnen die Jagdhornbläser am Freitag das weihnachtliche Geschehen, bevor die Oberpfälzer Schlossteufel mit einer Musik- und Feuershow auftreten. Am Samstag spielen der „Blechschon“ der Rodinger Realschule und die Stadtkapelle gemeinsam, bevor möglichst alle, die sich im Weihnachtsdorf befinden, um 19 Uhr „Es wird scho glei dumpa“ singen. Die Stadtkapelle tritt am Sonntag noch einmal auf.
Für Kinder wird es wieder eine Pagode geben, in der die Volleyballerinnen des TB 03 Roding sowie der Obst- und Gartenbauverein die Kinder betreuen und mit ihnen basteln. Auch können die kleinen Besucher dieses Mal an einer Weihnachtsdorf-Rallye in Form eines Rätsels teilnehmen – wer alle Fragen richtig beantwortet, wird mit einer kleinen Überraschung belohnt.
Mit Lamas, Alpakas und Ziegen können kleine Spaziergänge am Esper übernommen werden. Auch Mini-Esel sind dabei, für die extra ein kleines Zelt aufgestellt wird, da sie nicht nass werden dürfen, wie Gabler erläuterte. Alle Tiere freuen sich auch über Streicheleinheiten. Ein Karussell, das sehr gut ankam, wird ebenso wieder aufgestellt.
Zentrale Anlaufstelle
Kleine (und auch große) Besucher sind zudem eingeladen, Briefe, Wunschzettel oder Bilder an das Christkind zu schicken. Die Botschaften können direkt in den „himmlischen Postkasten“ im Weihnachtsdorf geworfen oder vor Ort gestaltet werden – Papier, Stifte und Umschläge stehen bereit.
Neu ist ein Container der Stadt als zentrale Anlaufstelle bei Problemen und Fragen, aber etwa auch als Verwahrstelle für Fundsachen. Dort werden auch Notfall-Nummern angebracht.
Alle Infos über teilnehmende Vereine und Aussteller sowie das Angebot an Speisen, Getränken und Kunsthandwerk finden sich im Internet, www.rodinger-weihnachtsdorf.de
Volles Programm am Sonntag in Roding
Mehrere Veranstaltungen: Am Sonntag ist in Roding viel geboten. Neben dem Weihnachtsdorf am Esper können der Tag des offenen Archivs und die Krippenausstellung im Rathaus besucht werden, zudem findet ein Kunsthandwerkermarkt in der Fronfeste statt.
Tag der offenen Tür im Stadtarchiv: Anlässlich der Archivalien-Übergabe vor 25 Jahren hält das Stadtarchiv am Sonntag, 8. Dezember, von 14 bis 18 Uhr einen Tag der offenen Tür ab.
Eröffnung durch Bürgermeisterin: Offiziell eröffnet wird die Veranstaltung um 14 Uhr durch Bürgermeisterin Alexandra Riedl. Archivarin Monika Simmeth wird danach durchs Archiv führen, Fragen beantworten oder alte Urkunden übersetzen.
Interessante Ausstellungsstücke und Rätsel: Ausgestellt werden unter anderem alte Zeitungen, das erste Goldene Buch der Stadt, die „Geschichte des Marktes Roding“, die „Schandgeige“ oder Modelle von verschiedenen Gebäuden in der Kommune. Es gibt ein Rätsel mit zehn Fragen über die Geschichte Rodings, die besten Teilnehmer erhalten ein Exemplar der „Geschichte des Marktes Roding“.
Zwei Vorträge im Sitzungssaal: Im Sitzungssaal hält um 15 Uhr Peter Reidl einen Vortrag über „Die gute alte Zeit“. Um 16 Uhr stellt Helmut Prommersberger, ebenfalls im Sitzungssaal im ersten Obergeschoss, sein im kommenden Jahr erscheinendes Buch „Theatergeschichte der Stadt Roding“ vor.
Krippenausstellung kann angeschaut werden: Während des Tags der offenen Tür des Stadtarchivs kann im ersten Stock des Rathauses die große Krippenausstellung der Grund- und Mittelschule Roding besichtigt werden. Die kleinen Künstler haben dabei sehr kreative Werke geschaffen.
Großer Kunsthandwerkermarkt in der Fronfeste: Der Kunst- und Kulturverein Roding veranstaltet zudem am Wochenende einen großen Kunsthandwerkermarkt in der Fronfeste. Geöffnet ist Samstag und Sonntag jeweils von 10 bis 19 Uhr, der Eintritt ist frei.