Coca-Cola-Weihnachtstruck sorgt für große Kinderaugen – Santa plaudert aus dem Nähkästchen

Von Jonas Raab · 4. Dezember 2024 um 19:00

Pünktlich um 14 Uhr ertönt das Zughorn. Am rot-weißen Flatterband, das an Gleis eins entlang gespannt ist, setzt sich eine lange Schlange in Bewegung. Es ist so weit. Santa ist da. Er sitzt in einem der beiden roten Trucks, die Coca-Cola auf einem langen Güterzug geparkt und am Mittwoch in den Regensburger Hauptbahnhof kutschiert hat. Es ist eine PR-Aktion − aber eine, die für leuchtende Kinderaugen sorgt.

Während die ersten der rund 1400 Besucher ganz vorn am Bahnsteig in den abgesperrten Bereich strömten, räumten hinten an der Galgenbergbrücke Mitarbeiter noch Cola-Kisten aus einem Zug-Container. „Kann ich eine Flasche haben?“, fragte ein Mann von außerhalb der Absperrung. „Leider nein“, musste ihn eine Mitarbeiterin enttäuschen. „Nur mit Ticket“, erklärte sie. Ein wenig weiter vorne wollte ein Vater – auch er stand außerhalb des Flatterbands – von einem Mann in Cola-Jacke wissen, wie die Kinder reinkommen. „Leider nur mit Ticket“, bekam auch er zu hören, sehr zur Enttäuschung seiner beiden Jungen in roten Zipfelmützen.

Dass man für den Regensburger Tourstopp ein Ticket braucht, hatte bei Facebook schon vorab für Diskussionen gesorgt. Manch einer kündigte an, auch ohne Karte vorbeizuschauen, um ein Foto von den weihnachtlich beleuchteten Ami-Lastwagen zu schießen. Tatsächlich: An gezückten Handys mangelte es an Gleis eins wahrlich nicht.

Coca-Cola-Weihnachtstruck macht Halt in Regensburg – und bringt Geschenke

Wer bei der Ticket-Verlosung über die Coca-Cola-App Glück hatte, bekam gestern mehrere Attraktionen geboten: Nach einem kurzen Quiz spuckte ein umgebauter Getränkeautomat ein Geschenk aus. An einer Fotobox konnten sich Kinder in einer Schneekugel ablichten lassen. In einem umgebauten Bistrowagen gab’s personalisierte Cola-Fläschchen.

Das größte Gedränge herrschte schnell vor dem Truck, in dem der Weihnachtsmann saß. In der Schlange stand auch Luisa mit ihrer Mama. Am meisten freute sie sich „auf alles“, erklärte sie, kurz bevor sie in den Lastwagen steigen und ein Foto mit Santa machen durfte – „mit dem Nikolaus“, schob jedoch ihre Mutter ein, schließlich kommt zu der Familie aus Schwandorf das Christkind, nicht der Weihnachtsmann. Sei’s drum. Im Lastwagen empfing ein Mann mit weißem Rauschebart das Mädchen. 400 bis 500 Fotos kämen an so einem Tag zusammen, erklärte er, während Luisa auf einer Bank neben ihm Platz nahm und schon eifrig Richtung Kamera grinste. „Ich mache das eigentlich schon mein Leben lang und fahre mit dem Weihnachtstruck durch ganz Deutschland“, plauderte Santa aus dem Nähkästchen. Kurz darauf war das Foto auch schon im Kasten, der Sicherheitsmitarbeiter schickte die nächste Familie in den Truck.

Weihnachtstruck begeistert Kinder in Regensburg: „Die Bilder sind das Schönste heute“

Auch der kleine Paul aus Regensburg – er liebt Züge und war deshalb mit seiner Familie hier – hatte seine Fotos schon bekommen. „Die Bilder sind das Schönste heute“, sagte der Junge. Daheim will er sie aufhängen oder irgendwo hinstellen. Das wusste er noch nicht genau.

Seit mehr als zwei Jahrzehnten touren die Coca-Cola-Weihnachtstrucks schon durch Deutschland. Heuer mach(t)en sie in Berlin, Leipzig, Wiesbaden, Neumünster, Zerbst, Baden-Baden, Aachen und eben Regensburg Halt. Dass die Domstadt mit einem Zug angefahren wurde, liegt an einer Kooperation mit der Deutschen Bahn. Zugfans konnten sich deshalb auch das Führerhäuschen der 8000 PS starken Lok zeigen lassen.

Bitte lächeln: Luisa posiert mit Santa beim Tourstopp des Coca-Cola Weihnachtstrucks in Regensburg.