Abwassergebühr in Neunburg steigt 2025: Kubikmeter kostet künftig 2,99 Euro

Von Jan Lange · 4. Dezember 2024 um 17:00

Die Neunburger müssen ab kommenden Jahr höhere Gebühren und Beiträge für die Abwasserentsorgung zahlen. Eine entsprechende Anpassung hat jetzt der Stadtrat einstimmig beschlossen.

Die Grundgebühr steigt ab 2025 auf 45 Euro pro Zähler. Bisher waren es 38 Euro. Erstmals wurde eine Grundgebühr für die Abwasserentsorgungsanlage im Jahr 2021 erhoben. Sie dient unabhängig vom tatsächlichen Verbrauch der Deckung von fixen Kosten aus der Bereitstellung der Abwassereinleitung.

Angepasst werden ebenso die Gebühren für Abwasser und Niederschlagswasser. Beim Abwasser steigt sie von 2,71 Euro pro Kubikmeter auf 2,99 Euro. Die Gebühr fürs Niederschlagswasser wird um drei Cent auf 63 Cent pro Quadratmeter angehoben. Das Schmutzwasser macht etwa zwei Drittel des Abwasseraufkommens aus, während das restliche Drittel das Niederschlagswasser ist.

Geschossflächenbeitrag steigt um 17 Cent

Auch der Geschossflächenbeitrag steigt von 14,50 auf 15,97 Euro pro Quadratmeter. Der Grundstücksflächenbeitrag beträgt künftig 2,69 Euro pro Quadratmeter – bisher waren es 17 Cent weniger.

Die neuen Gebühren und Beiträge gelten für die Jahre 2025 und 2026. Damit wurde der Kalkulationszeitraum von drei auf zwei Jahre verkürzt. Aufgrund der derzeit hohen Investitionen mit zeitversetzten Fördereingängen wurde von der Verwaltung vorgeschlagen, den Kalkulationszeitraum auf zwei Jahre festzulegen. Dies bietet den Vorteil, dass man bereits im Jahr 2026 die tatsächlichen den geschätzten Kosten gegenüberstellen und entsprechend reagieren könne, erläuterte Werner Schärtl, Leiter der Stadtwerke Neunburg.

Im Dezember 2021 wurden zuletzt die Beiträge und Gebühren für den Zeitraum 2022 bis 2024 durch ein externes Büro kalkuliert. Auch damals musste der Stadtrat eine drastische Erhöhung beschließen. So war die Abwassergebühr seinerzeit um 55 Cent pro Kubikmeter angehoben worden – diesmal war die Erhöhung mit 28 Cent nur etwa halb so hoch.

Erhöhung vor drei Jahren war deutlich größer

Deutlich höher war vor drei Jahren auch die Anpassung der Gebühr fürs Niederschlagswasser: Sie war um 16 Cent gestiegen. Diesmal sind es nur besagte drei Cent. Die damalige Erhöhung war ebenfalls mit den umfangreichen Investitionen begründet worden. So waren die Kläranlagen in Neunburg und Hofenstetten modernisiert worden.

Heuer stand nun wieder eine Neukalkulation an. In der Vorausberechnung habe sich ein Deckungsbedarf der Ausgaben, insbesondere der kalkulatorischen Kosten ergeben. Dies sei unter anderem den enormen Investitionen geschuldet, hieß es in der Beschlussvorlage. Derzeit wird der Neubau des SBR-Reaktors errichtet. Diese Erweiterung der Kläranlage Neunburg kostet insgesamt rund vier Millionen Euro.

CSU-Fraktionssprecher Alexander Trinkmann wies darauf hin, dass die aktuelle „Erhöhung unter der Inflationsrate“ liege.