Regensburger unzufrieden mit Parkplatz-Situation und Tempo 50

Bei der Bürgerversammlung ärgerten sich die Anwohner in der Werftstraße in Regensburg über zu knappen Parkraum. Zunächst ohne Erfolgsaussicht blieben die Bestrebungen, in der Luitpoldstraße und Landshuter Straße Tempo 30 einzuführen. Warum Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer diesem Wunsch eine Abfuhr erteilte.
Eine Reihe von schriftlichen Anfragen erreichte die Stadt Regensburg anlässlich der Bürgerversammlung im Thon-Dittmer-Palais. Dort fanden sich am Montagabend mehrere Dutzend Besucher ein, um über das aktuelle Geschehen in der Innenstadt und in der Gesamtstadt informiert zu werden. Nach den Ausführungen der Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer wurden zunächst die schriftlichen Anfragen thematisiert, dann folgten die Wortbeiträge aus dem Publikum.
Von Interesse war zum Beispiel die Parkplatzsituation in der Werftstraße. Seit gut sechs Wochen gebe es dort neu angelegte Parkplätze, sagte Anwohner Richard Weidmüller. Sämtliche Anwohnerparkplätze habe man „zu einem Streifen zusammengefasst“ – und die Anwohner müssten nun direkt am Donauufer parken. In der Anzahl seien sie knapp und von den Abmessungen her klein, merkte Weidmüller an. Er habe selbst nachgemessen und kam auf eine schmalste Breite von 2,10 Meter.
Parkplatz-Tausch in der Werftstraße angeregt
Während nun die Anwohner-Parkplätze zumeist proppenvoll seien und dies eine Konkurrenzsituation unter den Nachbarn schaffe, herrsche auf den Kurzzeitparkplätzen zumeist gähnende Leere. Dies führte Weidmüller darauf zurück, dass die neu eingeführten Gebühren von einem Euro pro Stunde die Leute abschrecken würden. Der Oberbürgermeisterin gegenüber sprach er sich dafür aus, dass die Parkplätze „umgedreht“ werden sollen. Die Bewohner-Parkplätze hätte er gern an Straßenseite in Hausnähe und die allgemeinen Stellplätze an der Uferseite.
Weidmüller begründete dies unter anderem damit, dass die Kurzzeit-Parkplätze schneller wieder verlassen würden, was im Hochwasserfall sehr sinnvoll sei. Auch böten diese Parkplätze den Anwohnern mehr Platz. Da die allgemeinen Parkplätze den Anwohnern nun nicht mehr zur Verfügung stehen, habe sich die Situation insgesamt verschlechtert. Die Oberbürgermeisterin entgegnete, dass die Parkplätze in der Werftstraße nun bewirtschaftet werden, weil dies auch am Alten Eisstadion der Fall sei.Dies sei eine „logische Konsequenz“. Dass die Kurzzeit-Parkplätze jetzt leer seien, könne an den Advents-Samstagen und im Sommer ganz anders sein. Die Stadt-Chefin schlug Weidmüller vor, dass man sich „das Ganze in Ruhe anschaut“.
Wunsch nach Tempo 30 in der Luitpoldstraße und Landshuter Straße
Zunächst ohne Erfolgsaussicht blieben die Bestrebungen, in der Luitpoldstraße und Landshuter Straße Tempo 30 einzuführen. Diesbezüglich merkte ein Anwohner an, dass sich mehrere Kindereinrichtungen und ein Seniorenheim in den Straßen befinden würden. „Mir geht es um den Lärm, Sicherheit und einen lebenswerten Wohnraum“, konkretisierte er im Thon-Dittmer-Palais sein Anliegen. Die Oberbürgermeisterin entgegnete, dass die Stadt 2017 alle „sensiblen Straßen überprüft“ habe. Dies mit dem Ergebnis, dass Tempo 30 nicht angeordnet werden konnte. Die jeweiligen Zugänge zu den Einrichtungen seien „hinten rum“, so dass eine Tempo-30-Beschränkung keine Grundlage habe.
Auch Manfred Käsbohrer von der städtischen Straßenverkehrsabteilung sieht aktuell keine Veranlassung, „es anders zu bewerten als damals“. Selbst der städtische Lärmaktionsplan biete keine Garantie dafür, dass es automatisch zu neuen 30er-Zonen komme.
