Kommentar zu Schwandorfs gemietetem Christkind: Mit Weihnachten hat das immer weniger zu tun

Die Entscheidung der Winterzauber-Macher, beim beliebten Weihnachtsmarkt ein Christkind zu engagieren, das von einer professionellen Darstellerin verkörpert wird, sorgt auch für Irritationen in Schwandorf. MZ-Redaktionsleiter Martin Kellermeier findet dazu: Weihnachten wird leider immer mehr kommerzialisiert.
Nun ist die Kommerzialisierung also auch schon beim Christkind angekommen. Hört man von der Entscheidung der Winterzauber-Macher, eine professionelle Darstellerin unter Vertrag zu nehmen, kann man folgern: Schwandorfs Christkind muss das Schönste sein, mit dem edelsten Kostüm und der professionellsten Ausstrahlung. Doch mit Weihnachten hat das wenig zu tun.
Der Kommentar bezieht sich auf diesen Text: Umstrittene Entscheidung – Der Schwandorfer Winterzauber mietet sich ein Christkind
Freilich, man darf froh sein, dass zum Winterzauber nicht der Weihnachtsmann kommt und man hierzulande noch etwas mit Begriffen wie Nikolaus und Christkind anfangen kann. Aber mieten muss man sich dafür niemanden. In Schwandorf gibt es bestimmt viele junge Frauen, für die es eine Ehre wäre, einmal Christkind zu sein. Und das Geld, das man heuer an eine Agentur überweist, könnte so gespendet werden.
Die Menschen haben Weihnachten über all die Jahre zu einem funkelnden Fest gemacht. Dabei ist Weihnachten so einfach. Was bleibt davon, wenn man all den Schmuck, das Essen und die Lieder ausblendet? Ein Mann, eine Frau und ein Christkind in einer Krippe.