Der Weg nach Waldmünchen ist jetzt gefahrloser: 2,1 Millionen Euro in Staatsstraße investiert

Von Mittelbayerische Zeitung · 26. November 2024 um 19:00

Über 2,1 Millionen Euro haben Freistaat, Landkreis, Stadtwerke und Stadt in die neue Staatsstraße zwischen Geigant und Zillendorf (Stadt Waldmünchen) investiert. Dafür liegen jetzt im Untergrund eine neue Wasserleitung und ein neues Glasfaserkabel. Die Straße selbst wurde auf 6,50 Meter verbreitert und die Einmündung der Kreisstraße in Richtung Sinzendorf verbessert und entschärft.

Noch fertiggestellt wird ein Geh- und Radweg, der derzeit allerdings noch an einer Christbaumplantage auf Höhe von Beckenhöhle endet.

Am Montag und Dienstag ist die Fahrbahn asphaltiert worden, sagte Dr. Richard Bosl. Er kümmert sich für das Staatliche Bauamt Regensburg um die Straßenbauprojekte im gesamten Landkreis. Bis spätestens Freitag sollen auch die Markierungs- und Restarbeiten erledigt sein. Dann sei die Straße nach rund einem Jahr Bauzeit ohne Einschränkungen wieder zu befahren, sagte der Projektleiter Johann Weiß vom Staatlichen Bauamt.

Radweg wird wahrscheinlich im Frühjahr fertig

Etwas länger wird die Fertigstellung des Radweges dauern. Der werde je nach Witterung heuer oder im Frühjahr fertig, sagte Bosl. Die Fortführung der Ausbaumaßnahme in Richtung Einmündung Zillendorf werde 2026 erfolgen, sofern die Finanzmittel bereitstehen, ergänzte Bosl.

Bürgermeister Markus Ackermann betonte die neu geschaffene Sicherheit durch das Bauprojekt. Zum einen sei die größere Fahrbahnbreite wichtig, aber auch die Neugestaltung der Abzweigung nach Sinzendorf. Die Abbiegespur, die Aufhebung der Y-Kreuzung und insbesondere die Beseitigung der Kuppe aus Richtung Geigant würden helfen, Unfälle zu verhindern. Hinzu käme der neue Radweg. Ackermann dankte allen Grundstücksbesitzern, die Flächen im Sinne der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt hätten. Verbessert worden wäre auch die städtische Infrastruktur durch die Erneuerung und Neuverlegung von Leitungen.

Baum in der Kreuzungsmitte wurde erhalten

Auf einen gern übersehenen Fakt wies Projektleiter Weiß hin. Der zuvor in der Mitte der Y-Kreuzung stehende Baum sei erhalten worden. Nicht er sei versetzt worden, sondern die Einmündung wurde verlegt.

Dank für den Auftrag sagte Bauunternehmer Siegfried Wagner. Er dankte aber auch seinen Mitarbeitern und seinem Bauleiter Mario Schmidt für die Arbeit auf der Baustelle, die unfallfrei geblieben sei.

Christina Weiß von der Bauverwaltung des Landkreises lobte die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten und insbesondere mit dem Straßenbauamt. Ingenieur Wolfgang Rohrmüller vom Ingenieurbüro Brandl und Preischl aus Cham stellte ebenfalls die gute Zusammenarbeit der vielen verschiedenen Beteiligten heraus.

Wer zahlt für was?

An der Baumaßnahme hatten sich der Freistaat mit rund einer Million Euro für die Straße und den Radweg, der Landkreis mit rund 500 000 Euro für die Einmündung, die Stadtwerke mit rund 500 000 Euro für die Wasserleitung und die Stadt mit rund 100 000 Euro für die Glasfaser beteiligt.