Wieder Ärger in Regensburger DEZ: Linksextremisten werfen mit Müll – und treffen Kunden

Immer wieder Kommunisten-Ärger im Donaueinkaufszentrum: Linksextremisten nehmen derzeit Werbestände der Bundeswehr in den Fokus – dabei kippten sie unter anderem Müll vor die Füße von Uniformierten. Wie nun bekannt wurde, waren auch DEZ-Kunden von den Müllwürfen betroffen.
Hinter den Anti-Bundeswehr-Aktionen steckt die Freie Deutsche Jugend (FDJ). Eine linksextreme Gruppe, die in Regensburg sehr umtriebig ist. Der Verfassungsschutz hat die FDJ im Blick. Die Behörde bezeichnet sie als „orthodoxe Kommunisten“.
Linksextremisten im Regensburger DEZ: Bekennervideo im Internet
Am Mittwoch hat die FDJ ein neues Bekennervideo veröffentlicht. Darin sieht man einen Extremisten im ersten Stock des DEZ. Er kippt zwei Müllsäcke über die Brüstung. Eine Kamera filmt die Aktion von unten. Auf den Bildern ist zu sehen, wie Kunden von der Müll-Attacke überrascht werden. Sie springen zur Seite. Ziel der Attacke war ein Stand der Bundeswehr.
Das Polizeipräsidium bestätigt den Vorfall. Einem Sprecher zufolge fand dieser bereits am 14. November statt, am gleichen Tag wie die andere Müll-Attacke. Insgesamt handelt es sich um den dritten Vorfall.
Nächster Vorfall: Graffiti auf der Ladenwand
In der Nacht auf Freitag gab es erneut Ärger: Unbekannte beschmierten die Fassade des Bundeswehrladens mit einem roten Schriftzug, wie das Polizeipräsidium mitteilt. Die FDJ ist immer wieder mit ähnlichen Aktionen aufgefallen. Offiziell bestätigen wollte das die Polizei allerdings nicht. Die Beamten bitten unter (09 41) 5 06 28 88 um Hinweise.
DEZ-Geschäftsführer Thomas Zink sagte zur MZ: „Unsere Mittel sind leider beschränkt, mit denen wir auf solche Aktionen reagieren können.“ Man könne ein Hausverbot aussprechen, um dann weiter handlungsfähig zu sein. Verlässt die Person das DEZ dann nicht, begehe sie einen Hausfriedensbruch. Zudem könne man nach dem sogenannten „Jedermannsrecht“ jemanden festhalten – allerdings nur, wenn er auf frischer Tat ertappt wurde. Außerdem dürfe man nur so verfahren, wenn eine Identitätsfeststellung nicht möglich ist. Zeigt der Täter seinen Ausweis, müsse das DEZ ihn gehen lassen. Zink sagte zudem: „Wer seinen Müll nicht ordnungsgemäß entsorgt, begeht lediglich eine Ordnungswidrigkeit.“ Insofern werde dem DEZ wohl meist nur übrigbleiben, vermeintlichen Tätern nachzugehen und die Polizei zu verständigen. Oder jemandem, der mit gefüllter Mülltüte das DEZ betritt, ein Hausverbot auszusprechen.
Der Bundeswehrladen jedenfalls bleibt noch bis Ende des Jahres. Dann wird das Gespenst des Kommunismus auch im DEZ nicht mehr wandeln.