Geh- und Radweg zum Murner See wird ausgebaut: Wackersdorfer Gemeinderat stimmt für kürzere Variante

Von Johann Ippisch · 24. November 2024 um 11:00

Der Geh- und Radweg an der Sonnenrieder Straße, der in Richtung Murner See führt, wird mit einem Kostenaufwand von 377 825 Euro saniert. Der Wackersdorfer Gemeinderat sprach sich mehrheitlich mit neun Stimmen für die Variante II aus, die nur eine Ausbaulänge von 540 anstatt 590 Meter hat und rund 50 000 Euro billiger ist.

Bei der öffentlichen Gemeinderatsitzung am Mittwoch präsentierte Sebastian Riedl vom Ingenieurbüro Riedl aus Furth im Wald die Baumaßnahme sowie Vor- und Nachteile der zwei Varianten. Der Geh- und Radweg weist derzeit Risse im Asphalt auf, eine Sanierung sei unumgänglich. Der Ausbau des Geh- und Radwegs erfolgt auf eine Breite von 2,50 Meter.

Die zentrale Frage war aber, ob der Ausbau bereits vor dem Kreisel oder 50 Meter danach beginnen soll. Da bei einem Eingriff im Bereich des Kreisels eventuell ein naturschutzrechtlicher Ausgleich (kartiertes Biotop) erfolgen müsste und zudem eine Unsicherheit hinsichtlich der Bodenbeschaffenheit herrsche, könnten Mehrkosten entstehen und sich zeitliche Verzögerungen ergeben. Letztendlich entschied sich das Gremium mehrheitlich dafür, den Ausbau des Geh- und Radweges erst 50 Meter nach dem Kreisverkehr zu beginnen.

Bebauungsplan WA Dürrnschlag II wurde geändert

Bürgermeister Thomas Falter (CSU) liegt viel daran, dass die Bauarbeiten zu Beginn der Sommersaison, das heißt zu Beginn der Pfingstferien, abgeschlossen sind. Das Ende des Ausbaus befindet sich bei der Einmündung des Fußwegs zum Märchengarten. Einstimmigkeit herrschte im Rat zur Änderung des Bebauungsplanes WA Dürrnschlag II. Gemäß dem bisherigen Bebauungsplan waren Stützmauern und Zaunsockel nicht zulässig. Das Landratsamt stellte fest, dass solche trotzdem gebaut wurden. Der Bebauungsplan stammt aus dem Jahr 1996.

Der Gemeinderat kam zu der Überzeugung, dass die Festsetzungen im B-Plan nicht mehr zutreffend seien und eine Änderung durch die Gemeinde vorgenommen werden sollte. Nunmehr sind Stützmauern an der Grundstücksgrenze – straßenabgewandte Seiten – bis maximal 1,20 Meter zulässig. Durchgehende Zaunsockel sind zum Schutz von Kleingetier zu vermeiden, außer dort, wo sie zur Wasserführung unerlässlich sind. Dann beträgt die maximale Höhe 60 Zentimeter.

Weitere Themen aus der Sitzung des Wackersdorfer Gemeinderats

Sitzungsgeld: Wie alle Jahre spenden die Mitglieder des Wackersdorfer Gemeinderats ihr Sitzungsgeld wieder für einen gemeinnützigen Zweck, informierte Bürgermeister Thomas Falter bei der jüngsten Sitzung. Das Geld aus 2024 soll nach seinen Worten dem Pallicura-Förderverein zugute kommen.

Personelles: Innerhalb der CSU-Fraktion ist es zu personellen Veränderungen gekommen. Ab 1. Dezember 2024 wird Gemeinderat Christian Hutterer die Aufgabe des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden von Armin Mückl übernehmen. Er ist auch mit seiner Kollegin Sabine Roidl im Hauptausschuss vertreten. Armin Mückl übernimmt im Hauptausschuss die erste Vertretung für Gemeinderätin Sabine Roidl, informierte Falter.

Straßenbau: Die Freigabe der Industriestraße für den 19. Dezember 2024 geplant.

Internet: Der Gemeinde wurde die Förderzusage für den Lückenschluss beim Breitbandausbau für den Ortsteil Irlach in Höhe von 500 000 Euro erteilt.

Volksfest: Der Termin für das Jahr 2025 steht fest: Freitag, 11. April, bis Montag, 14. April. Festwirt ist wieder Daniel Feuerer. Den Schaustellerbetrieb wird wieder Manuel Schneider übernehmen.