Kommentar zum Aufstieg von Andreas Patz: Einige offene Fragen beim SSV Jahn

Dass Andreas Patz befördert wird, das hatte der bereits im Interview mit der Mittelbayerischen bestätigt. Nun steht fest, dass er einen Vertrag bis Saisonende erhält. War diese frühzeitige Festlegung wirklich notwendig? Ein Kommentar von Jahn-Reporter Felix Kronawitter
Dass Andreas Patz nach drei Partien in verantwortlicher Position nun einen neuen Vertrag als Cheftrainer bekommt, das verstehen nicht alle im Fanlager des SSV Jahn. Einerseits gibt es sicher gute Gründe dafür, andererseits gab es diesbezüglich doch eigentlich gar keinen dringenden Handlungsbedarf für die Verantwortlichen. Eine Zwischenbilanz mit dem Interimstrainer hätte sich auch im Winter ziehen lassen.
Nach dem Aus für Joe Enochs hat Patz den Regensburgern zweifelsfrei neues Leben eingehaucht. Die beiden 1:0-Erfolge in Liga und Pokal waren der Beleg dafür. Die löchrige Defensive war endlich kompakt. Das 0:2 auf Schalke vor der Länderspielpause war aber ein Dämpfer. Die Balance zwischen Defensive und Offensive passt nicht. Findet Patz den Schlüssel? Das ist eine der offenen Fragen. Fraglich ist auch, wie viele neue Ideen er dem Team vor allem in der Offensive mitgeben kann. Patz hatte bereits unter Enochs als wichtiger Ideengeber fungiert. Ein solcher ist auch Sportchef Achim Beierlorzer, der sehr nah dran ist am Team. Zu nah, monieren manche.
Schafft der Jahn unter Patz die Wende? Das weiß aktuell keiner. Wer das Team in diesen Wochen beobachtet, der sieht, dass Zug drin ist. Die Mannschaft begrüßt die Beförderung. Auch das spricht für Patz, der davon überzeugt ist, dass die Qualität da ist, um die Klasse zu halten. Das ist aber wiederum eine ganz andere Frage. Eine gute Frage. Der Nachweis, dass dem so ist, der ist bis dato nicht erbracht worden. Weder unter Enochs noch unter Patz.
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