Patz und sein großer Erfahrungsschatz: Jahn-Co-Trainer hatte schon mit Ronaldo zu tun

Von Felix Kronawitter · 12. Januar 2024 um 14:17

Mit seinen 40 Jahren hat Andreas Patz schon viel erlebt. Der Co-Trainer des Fußball-Drittligisten SSV Jahn Regensburg war schon international im Einsatz und hatte es dabei unter anderem mit Stars wie Cristiano Ronaldo zu tun. Zudem hat er einen interessanten Namensvetter, der prominenter als er ist.

Wer im Netz nach Einträgen zu seinem Namen forscht, der stößt auf einen weiteren Herrn namens Andreas Patz, dessen Arbeitgeber noch etwas bekannter ist als der des Neu-Regensburgers. „Meine Kinder haben mir gesagt, dass sie gar nicht wussten, dass ich bei Haribo aktiv bin. Das sei cool, meinten sie. Soweit habe ich es aber nicht geschafft“, sagt Patz über seinen Namensvettern, der mal Haribo-Chef hierzulande war und lacht. Patz selbst konsumiert deren Produkte nicht im Übermaß. Er muss unter anderem für wichtige Duelle im Trainerteam mit Chefcoach Joe Enochs gerüstet sein. „Mit Joe duelliere ich mich auch immer beim Fußballtennis. Das sind harte Kämpfe“, verrät Patz, der das Problem auf den Punkt bringt: „Er kann nicht verlieren, ich kann auch nicht verlieren. Manchmal bräuchten wir einen Schiedsrichter. Joe hat meist die Nase vorne, er hat auch auf einem ganz anderen Level als ich gespielt. Das eine oder andere Match geht aber auch an mich“, erzählt er und schmunzelt.

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Patz und Tschauner als Standard-Experten

Zu seinem Chef hat Patz einen guten Draht. „Ich kannte Joe durch die Testspiele, die wir mit Zwickau und Jena gegeneinander bestritten haben. Dadurch war schon ein loser Kontakt da. Joe hat mich dann angerufen und mich gefragt, ob ich mir das vorstellen kann. Es hat einfach auf fachlicher und menschlicher Basis gepasst. Die Position ist für mich zweitrangig“, sagt der Mann, der in Jena auch schon selbst Chefanweiser war. In Regensburg gibt Patz nicht nur den klassischen Zuarbeiter. Enochs hatte im Laufe der Hinrunde mal verraten, dass er die Lorbeeren für die erfolgreichen Standards nicht alleine einstreichen wolle. Dank gebühre allen voran seinen Assistenten. „Das ist eine Gemeinschaftsproduktion. Tschauni macht sich da auch viele Gedanken. Joe lässt uns viel freie Hand. Es ist schön zu sehen, wenn es Früchte trägt und die Jungs das sowohl bei defensiven als auch offensiven Standards so umsetzen.“

Und dann traf Ronaldo doppelt...

Patz, der in Bad Salzungen, einer Kurstadt in Thüringen geboren ist, ist schon viel herumgekommen als Trainer. Neben Jena war er auch schon für den Deutschen Fußball-Bund (DFB), Rot-Weiß Erfurt, die ungarische Nationalmannschaft und Royal Mouscron sowie Cercle Brügge in Belgien tätig. „Ich bin dankbar, dass ich die Stationen allesamt haben durfte. Da konnte ich viel mitnehmen. Vor allem in der belgischen Liga, aber auch in der ungarischen Nationalmannschaft“, sagt Patz. „Wenn Du auf diesem Niveau bist und das erleben darfst, ist das einfach etwas Besonderes. Die Zusammenarbeit mit Bernd Storck und Andy Möller war eine sehr lehrreiche und schöne Zeit für mich.“ Und eine Zeit, in der es prominente Gegner gab. „Meine erste Länderspielreise ging nach Portugal. Das war überragend. Da habe ich eine nette Anekdote dazu. Wir haben uns intensiv damit beschäftigt, wie wir Cristiano Ronaldo in den Griff bekommen könnten. Kurz vor der Halbzeit hieß es dann aber 1:0 Ronaldo und kurz darauf gleich 2:0 Ronaldo. Alles klar“, blickt Patz zurück und lacht. Im Leben des Familienvaters, der am besten bei einer Radtour mit der Familie abschaltet, dreht sich viel um Fußball. Steht er nicht beim Jahn auf dem Platz, dann gehts zum Fußball beim Junior. Sohn Hugo (13) spielt beim SV Burgweinting. Am Samstag steht für Patz, der zudem eine 18-Jährige Tochter hat, aber wieder der Jahn im Fokus. Da steigt um 13 Uhr die Generalprobe in der Wintervorbereitung beim Zweitligisten Eintracht Braunschweig. Nach der Pause soll es für den SSV genauso erfolgreich weiter gehen.