Jetzt spricht der Pächter: So geht es weiter im Restaurant des AquaFit in Waldmünchen

„Ich lass‘ keinen im Stich!“, sagt Senol Ünal. Der Pächter des Aquastern in Waldmünchen ärgert sich über ein öffentliches Gerücht, das behauptet, er wolle sein Restaurant im AquaFit mittelfristig aufgeben. Das stimme so nicht, und mit ihm sei darüber auch nicht geredet worden.
Richtig sei allerdings, dass er mit den Stadtwerken und dem Bürgermeister im Gespräch über den Aquastern sei. Ziel der Gespräche sei es, eine Weiterführung zu ermöglichen oder eine Möglichkeit für einen neuen Pächter zu finden. Aber dies soll in Absprache und keinesfalls als einseitiger Schritt geschehen, gibt Ünal zu verstehen. Falls er als Pächter aufhöre, wolle er einen fließenden Übergang.
Entscheidung nicht gefallen
Um das zu bekräftigen, hat Ünal zu dem Gespräch mit dem Bayerwald-Echo auch Stefan Höcherl, den Leiter der Stadtwerke, hinzugebeten. Wie bekannt, läuft das AquaFit unter der Regie der Stadtwerke. In dem Gespräch wird deutlich, dass eine Entscheidung, ob Ünal als Pächter aufhört, noch nicht gefallen ist. Im wesentlichen geht es dabei um die Gewinnung und die Organisation von Personal und um die Arbeitsaufteilung zwischen den verschiedenen Betrieben von Ünal. Insgesamt habe er derzeit elf Teilzeit-Angestellte in vier verschiedenen Betrieben eingesetzt. So zum Beispiel auch am Moorbadkiosk in Schönsee.
Der Kiosk sei insofern mit dem Betrieb im Aquafit verknüpft, weil sich beide Betriebe personell ergänzten. Im Sommer sei im AquaFit nicht so viel los. In dieser Zeit könne er Personal nach Schönsee schicken. Die Familie Ünal kümmert sich auch um den Pausenverkauf an der Schwarzachtal-Mittelschule. Hier werde es, egal wie es mit dem Aquastern weitergehe, keine Veränderungen geben, sagte Ünal gegenüber unserer Zeitung. „Das werden wir beibehalten!“
Wegen der Gerüchte sehe er sich schon beinahe in der Pflicht, weiterzumachen, sagte Ünal. Als Pächter des Aquastern werde er das auf jeden Fall bis zum 30. April 2025 tun, sagte er. Was wiederum Höcherl sehr honorierte, weil damit bis zur Saisonschließung des Bades im Frühjahr zunächst alles beim Alten bleibe.
Gerne weiter mit Ünal
Höcherl machte aber auch deutlich, dass die Stadtwerke Ünal gerne darüber hinaus als Pächter behalten würden. Schließlich habe man schon gemeinsam die Coronazeit und die Energiekrise durchgestanden. (Ünal betreibt das Restaurant im AquaFit seit 2018.) Aber Höcherl wisse selbst, welch große Herausforderung die Suche nach Personal sei. Er hoffe, dass sich eine Lösung finden lasse. Der nächste Gesprächstermin sei in wenigen Tagen zusammen mit Ünal bei Bürgermeister Markus Ackermann.