Salzburger Trachtenfirma vor Insolvenz? Gössl-Chef sendet klare Botschaft nach Regensburg

Österreichisches Traditionsunternehmen in Turbulenzen: Der Salzburger Trachtenfabrikant Gössl hat mit einer Insolvenz gedroht. Zuvor gab es massive Spannungen zwischen Firma und Hausbank. Was ist da los in Salzburg – und betrifft das auch die Regensburger Filiale?
Am Montag informierte Geschäftsführer Maximilian Gössl in einer Pressekonferenz, dass man aus heutiger Sicht Anfang Dezember einen Insolvenzantrag stellen müsse. Hintergrund sei, dass die Hausbank des Unternehmens Kredite vorzeitig fällig gestellt hat, um zu erzwingen, dass Gössl Insolvenz anmeldet. Das ist zumindest der Vorwurf des Salzburger Unternehmens. Gössl hat rund 30 Filialen, darunter auch eine in Regensburg.
Gössl in Regensburg: Gebäude gehört der Stadt
Diese befindet sich in der Neuen Waag Gasse 2, unmittelbar in der Nähe des Alten Rathauses. Das Gebäude, in dem auch Stadtratsfraktionen untergebracht sind, gehört der Stadt Regensburg selbst. Das bestätigt Sprecherin Juliane von Roenne-Styra auf Anfrage. Dazu, wie es mit dem Mieter weitergeht, äußert sich die Stadt nicht.
Dafür allerdings Gössl-Geschäftsführer Maximilian Gössl. Der stellt klar: „Aktuell haben wir noch keinen Insolvenzantrag gestellt.“ Sollte die Hausbank nicht einlenken, sehe man sich allerdings dazu gezwungen, dies zu tun, so Gössl weiter. Doch selbst im Falle einer Insolvenz werde das Unternehmen ein Sanierungsverfahren vornehmen und der Standort in Regensburg, der laut Gössl sehr gut geführt wird, stehe von Seite des Unternehmens nicht zur Disposition. Gössl betont deutlich: „Wir werden Gössl Regensburg fortführen.“