Roter Bart und rote Brauen: Der neue Signature-Look von McDonald’s-Mosher

Von Heike Haala · 21. November 2024 um 05:00

Ob als Lizenznehmer und Betreiber mehrerer McDonald’s-Lokale oder als CSU-Kandidat für den Regensburger Stadtrat: Mit einem Faible für Rot ist Frank Mosher bisher noch nicht in Erscheinung getreten. Jetzt ist ihm diese Vorliebe auf den ersten Blick anzusehen.

Denn vor wenigen Wochen bewies der selbst ernannte Burgermeister sich und dem Rest der Welt ein weiteres Mal, dass er immer für eine Überraschung gut ist: Er ließ Bart und Augenbrauen in einem kräftigen Rotton färben. Dadurch veränderte sich sein Erscheinungsbild derart, dass ihn seither selbst manche seiner guten Bekannten nicht auf Anhieb erkennen – und das, obwohl Mosher in Regensburg doch einigen Promistatus genießt. Diese Erfahrung macht ihm gerade große Freude. „Das ist cool. Ich finde es gut, mich zu verändern“, sagt er.

„Wie ein Wikinger“

Lust auf die Farbe bekam Mosher nach einem Traum, der den aus San Francisco in Kalifornien stammenden Mann an seine Zeit als Student erinnerte. „Rotblonde Haare, rotblonder Bart: Damals habe ich ausgeschaut wie ein Wikinger“, beschreibt Mosher sich im Alter von Anfang 20. Zwar habe er nun keine Haare mehr. „Aber einen guten Bart“, erklärt der Burgermeister. Und so sei der rote Haarwuchs in seinem Gesicht wieder vor Moshers geistigem Auge aufgetaucht, als er sich nach diesem Traum im Spiegel ansah. „Ja, das bin ich“, dachte er sich und vereinbarte einen Termin beim Friseur.

Bis das Rot Moshers Ansprüchen genügte, dauerte es einige Zeit. „Am Anfang war es mir zu pink“, erzählt er. Und so tastete er sich mit seinem Friseur Termin um Termin zu dem Karminrot vor, das er jetzt im Gesicht trägt. Weil Mosher erst die siebte Nuance so richtig gefiel, bezeichnet er sich inzwischen als „Frank 7.0“.

Einmal in der Woche lässt Mosher diesen Look erneuern, für den er auch schon einiges Feedback bekam. „Das polarisiert. Die einen finden es cool, die anderen lächerlich“, berichtet Mosher. Ihm aber sei das egal, denn ihm gefalle sein Aussehen. Auch mit 78 Jahren fühle er sich noch jung und nennt Techno oder Hiphop als zwei seiner musikalischen Vorlieben. Und überhaupt: „Auch mein Vater, hatte schon rote Haare. Sie nannten ihn ,Red Mosher‘“, erzählt er.

Ein neues Projekt

Wer nun darauf hofft, Mosher bald über den Weg zu laufen und seine neue Haarfarbe in echt bewundern zu können, muss sich noch vier Wochen gedulden. Denn der Burgermeister weilt gerade fast 10 000 Kilometer entfernt in Kapstadt und genießt den Sommer in Südafrika, wo er ein Luxusresort mit dem Namen Villa Blue Dream sanierte.

Vor fast einem Jahr schloss Mosher den McDonald’s im Donaueinkaufszentrum. Der Laden sei zu klein gewesen, erklärte er damals. Die Standards, die der US-Riese verlange, seien auf dieser beschränkten Fläche nicht umsetzbar gewesen, so Mosher über die Hintergründe. Bereits als er die Restaurants in der Maximilianstraße und am Arnulfsplatz in der Regensburger Innenstadt vor einigen Jahren zusperrte, hatte er ähnliche Gründe genannt.

Der Wikinger-Look: Frank Mosher als Student
So sah Frank Mosher im Jahr 2015 aus.