Im Kult wird bald asiatische Lifestyle-Küche serviert: Inhaber des Cocoon übernehmen früheres Szene-Lokal

Von Heidi Bauer · 20. November 2024 um 17:00

In der früheren Szene-Bar Kult in der Gartenstraße 1 haben in den vergangenen Jahren einige Male die Pächter gewechselt. Jetzt ist sie in neuen Händen: Im Oktober haben die beiden Inhaber des Neumarkter In-Restaurants Cocoon die Räumlichkeiten gekauft und kulinarisch und architektonisch spannende Pläne dafür.

„Wir haben viele Ideen“, verrät Thi Duyen Bui, die die Kult-Bar am Puls der Neumarkter Altstadt mit ihrem Mann, Quoc Tuan Bui, Ende Oktober erworben hat. Die beiden führen seit 2020 das Restaurant Cocoon in der Neumarkter Klostergasse.

Wie das neue Lokal in der Gartenstraße letztlich aussehen soll, steht noch nicht endgültig fest, hingegen aber, dass es Anfang des nächsten Jahres neu eröffnet werden soll. Den Buis schwebt eine Lifestyle-Bar mit Genuss-Restaurant vor. Sie wollen dieses ebenfalls unter dem Namen Cocoon zusätzlich zu ihrem bisherigen Standort etablieren, lässt die Inhaberin wissen. Aktuell erarbeitet das Ehepaar gemeinsam mit dem Architekten die Pläne. Der Umbau soll so schnell wie möglich beginnen.

Acht Meter lange Theke früher das Markenzeichen

Die etwa 130 Quadratmeter große, brauereifreie Kult-Location bietet etwa 75 Sitzplätze innen und außen. Sie ist bekannt für ihre über acht Meter lange Theke als Markenzeichen und das zeitlose Design des Architekten Johannes Berschneider.

Die Szene-Bar soll Thi Duyen Bui zufolge komplett umgebaut werden und ein ähnliches, aber moderneres und eigenes Styling erfahren wie das Cocoon. Das Gleiche gelte für das Konzept.

Klar ist, so Bui, dass gehobene asiatische Küche, „Genuss-Gastronomie“, serviert werden soll. Doch seien die Chefs aktuell noch am Überlegen, ob das Angebot erweitert und eventuell auch Mittagessen „to go“ angeboten werden soll.

„Tradition trifft Moderne“ wird die Devise auch im neuen Restaurant lauten, kündigt die Inhaberin an. Das Cocoon in der Klostergasse steht für modernes, asiatisches Ambiente. Kulinarisch verbindet das Restaurant traditionelle asiatische Kochkunst mit modernen Einflüssen. Es verfügt über 60 Plätze im Innen- und weitere 20 im Außenbereich.

Wechselhafte Geschichte in den vergangenen zehn Jahren

Das ehemalige Kult in der Neumarkter Gartenstraße schrieb im vergangenen Jahrzehnt eine unbeständige Geschichte und wechselte oft Betreiber und Namen. War hier bis vor einiger Zeit das italienische Apericena-Lokal „Il Babbo“ untergebracht, so wollten zuletzt Anfang dieses Jahres zwei junge Gastronomen zum Bar-Konzept zurückkehren.

Ihr Plan, die Szene-Bar wieder zum „Wohnzimmer von Neumarkt“ zu machen und das behagliche Gefühl von einst wieder aufleben zu lassen, ging nicht auf. Seit Sommer stand das Lokal laut Makler Matthias Haubner rund zwei Monate leer, bis es im Oktober verkauft wurde,