Flüchtige Brüder in Lohberg: Kripo und Polizei erhöhen nochmals Fahndungsdruck

Die Kripo Regensburg und die Polizei in Bad Kötzting (Landkreis Cham) beschäftigt auch weiterhin die Suche nach den zwei flüchtigen jungen Männern aus Lohberg, nach Auskunft der Polizei ein Brüderpaar, die inzwischen nicht nur wegen ihres Familienstreits, sondern auch wegen des Drogenbesitzes beziehungsweise einer professionellen Marihuana-Aufzuchtanlage ins Visier der Justiz geraten sind.
Die Ermittlungen laufen bei der Dienststelle Bad Kötzting und dessen Leiter Christian Pongratz in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Regensburg und dem Kommissariat Rauschgift der Kripo Regensburg. „Wir werden den Fahndungsdruck nach den Gesuchten nochmals erhöhen,“ kündigte Christian Pongratz am Montag an.
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Wer Hinweise über den Aufenthaltsort der Gesuchten geben kann, soll sich mit der Polizei in Bad Kötzting in Verbindung setzen. Da die Beiträge in den sozialen Medien, in denen massive Drohungen ausgesprochen werden, in einer Wohnung aufgenommen wurden, liegt laut Polizei die Vermutung nahe, dass Gesuchten irgendwo Unterschlupf gefunden haben.
Flüchtiger ist wohl auch im Cannabisgeschäft tätig
Wie die Kripo Regensburg am Montag bestätigte, ist der Bekannte (19) der jungen Männer, der am Steuer des Fahrzeugs saß, in dem am Freitag Marihuana gefunden wurde, vorerst festgenommen worden.
Bei der Sachverhaltsaufnahme ergaben sich Verdachtsmomente gegen einen Bekannten des Fahrers. Dabei handelt sich um einen der gesuchten Brüder (23). Bei der Durchsuchung von dessen Wohnung wurden eine weitere größere Menge Marihuana und eine Aufzuchtanlage gefunden.
Der 19-Jährige wurde am 16. November auf Antrag der Staatsanwaltschaft Regensburg dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Regensburg vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl, woraufhin der 19-Jährige in eine bayerische Justizvollzugsanstalt gebracht wurde, heißt es in der Mitteilung des Polizeipräsidiums. Nach den Brüdern aus Lohberg laufen polizeiliche Fahndungsmaßnahmen. Die weiteren Ermittlungen, unter anderem wegen des Anbaus von Cannabis in nicht geringer Menge, werden von der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg geführt.
Im Zuge der Ermittlungen wurde die Polizei auch auf eine Homepage aufmerksam, in der der 23-Jährige, der ursprünglich mit der Axt geflüchtet war, mit einem fragwürdigen Geschäftsmodell Investoren sucht, die sein Projekt in Barcelona unterstützen.
Er gibt vor, im Cannabisgeschäft tätig zu sein und expandieren zu wollen. Die Rede ist davon, dass er vor drei Jahren erstmals Cannabis professionell hergestellt und vertrieben habe und seitdem eine Qualität erreicht habe, die entsprechend nachgefragt sei.