Neue Entwicklung im Fall Lohberg: Polizei fahndet inzwischen nach zwei Flüchtigen

Der 23-jährige Mann, der seit Donnerstag gesucht wird, ist weiter auf der Flucht (Stand: 18 Uhr). Nach einem Streit hatte er in Eggersberg in der Gemeinde Lohberg (Landkreis Cham) eine Familienangehörige bedroht. Am Freitagnachmittag nahm der Fall eine neue Wende.
Der 23-Jährige hatte am Donnerstag eine Axt dabei, war in ein naheliegendes Waldgebiet geflohen und hatte einen Großeinsatz ausgelöst. Die Axt war noch am Donnerstag gefunden worden. Am Freitagnachmittag nahm der Fall eine neue Wende.
Im Rahmen der Fahndungsmaßnahmen sollte laut Mitteilung der Polizei in Bad Kötzting in der Mittagszeit in Eggersberg ein Auto einer Verkehrskontrolle unterzogen werden. Das Fahrzeug konnte kurze Zeit später in einem Waldstück festgestellt werden. Eine Überprüfung der Halteranschrift ergab, dass das Fahrzeug von einem 19-jährigen Bekannten des Gesuchten gelenkt wurde.
Dieser zeigte im Gespräch drogentypische Auffälligkeiten, weshalb eine Blutentnahme angeordnet wurde. Im weiteren Verlauf der Ermittlungen fanden die Beamten im Kofferraum des Fahrzeugs eine größere Menge Marihuana. Der Bekannte des Flüchtigen wurde im Anschluss vorläufig festgenommen.
Suche mit Drohnen, Hunden und Hubschrauber
Ein zwischenzeitlich hinzugekommener Verwandter des Gesuchten verhielt sich bei der Kontrolle des Wagens ebenfalls auffällig und flüchtete im Anschluss zu Fuß. In Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Regensburg wurde von einem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Regensburg ein Durchsuchungsbeschluss erlassen. Die Beamten fanden eine weitere größere Menge Marihuana und eine professionelle Aufzuchtanlage.
Die Sachbearbeitung wurde von der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg übernommen. Der Aufenthalt des Verwandten des Gesuchten ist derzeit ebenfalls nicht bekannt. Da die Betäubungsmittel unter anderem auch diesem Verwandten zugeordnet werden konnten, ist dieser wegen mehrerer Delikte dringend tatverdächtig.
In diesem Zusammenhang wurden am Freitagmittag die Fahndungsmaßnahmen mit starken polizeilichen Kräften, auch mit Unterstützung von Drohnen, Suchhunden und eines Polizeihubschraubers, wieder ausgeweitet. Am Freitag gegen 17 Uhr gab es noch keine neuen Anhaltspunkte zum Aufenthaltsort des Gesuchten oder seines Verwandten.
Eine konkrete Gefährdung für die Bevölkerung besteht laut Polizei nicht. Sie weist weiter darauf hin, verdächtige Personen nicht selbst anzusprechen, sondern die Notrufnummer „110“ zu wählen und deren Standort mitzuteilen. Die Suchmaßnahmen wurden am Freitagabend ein weiteres Mal ausgeweitet.