Neues Semester im neuen Gebäude: Der Hochschulbau nimmt den Betrieb auf

Von Marie Campisi · 15. November 2024 um 19:00

Viel Holz und eine hohe Fensterdecke lassen das neue Hochschulgebäude in Neumarkt auch von innen sehr hell erscheinen. Seit wenigen Wochen lernen Studierende hier am neuen Standort der Technischen Hochschule Nürnberg – am Tag der offenen Tür konnten Besucher sich selbst einen Eindruck machen.

Rund 40 Studierende sind zu diesem Wintersemester im Bachelor-Studiengang Management in der Ökobranche gestartet.Rund 80 weitere Studierende waren bereits eingeschrieben und sind aus dem Haus St. Marien an den Residenzplatz mitumgezogen.

Eine von ihnen ist Marlena Burmann. Die 28-Jährige studiert im dritten Semester. „Es fühlt sich jetzt mehr nach Universität an“, lautet ihr Urteil zum Umzug. Allerdings jetzt zu Beginn auch noch ein bisschen leer im Gebäude.

Kaum vergleichbare Studiengänge

Kein Wunder – schließlich braucht es noch Raum. Schließlich soll in Zukunft noch ein weiteres Studiengang Platz am Standort finden. „Wir sind gerade dabei, einen Masterstudiengang zu entwickeln“, sagt Professor Jan Niessen. Der Arbeitstitel lautet „Nachhaltige Ernährungs- und Ressourcenwirtschaft“. In Zukunft soll auch eine Promotion in Neumarkt möglich sein, verrät Niessen.

Artin Aron Kesisoglugil, ebenfalls Studierender im dritten Semester, möchte nach dem Abschluss gerne noch den Master dranhängen. Er kommt aus Fürth und hat sich bewusst für das Studium in Neumarkt entschieden. „Weil man hier verschiedene Fachbereiche kombiniert – Ökonomie mit Naturwissenschaften – was man sonst nicht so findet. Vielleicht in Berlin, aber bis dahin will ich nicht ziehen“, sagt er. Das neue Gebäude mit dem vielen Platz sei für ihn auch im Studium eine große Motivation

Studierende jetzt mitten in Neumarkt

Die Studierenden können nach ihrem Abschluss in verschiedenen Branchen arbeiten, etwa im Wertschöpfungsketten-Management in der ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft. Im fünften Semester sammeln die Studierenden als Praktikanten erste Arbeitserfahrungen – häufig in Neumarkter Unternehmen.

Für OB Markus Ochsenkühn hat der Umzug der Hochschule eine große Bedeutung. Denn die Studierenden gebe es zwar schon seit über fünf Jahren in Neumarkt, aber: „Jetzt merkt man das schon, dass das Gebäude eröffnet ist und dass die Studierenden jetzt mitten in der Stadt sind“, sagt er.