Keine schnelle Neuauflage: Regensburger Dackelparade macht 2025 Pause

Die Ende September erstmals durchgeführte Regensburger Dackelparade wird keine schnelle Neuauflage erleben. Seppi Küblbeck, Oliver Storz und Moritz Hickl vom veranstaltenden Dackelmuseum haben sich dazu entschlossen, 2025 auf das Event zu verzichten.
Die Premiere hatte für einen spätsommerlichen Ausnahmezustand in der Altstadt sowie in Stadtamhof gesorgt. Geschätzt 30.000 Zuschauer verfolgten an der Strecke den Marsch, an dem offiziell 1175 Hunde und zweibeinige Begleiter in gut doppelt so hoher Zahl teilgenommen hatten.
Eintrag im berühmten Guinness-Buch der Rekorde
Dieser enorme Zuspruch sicherte der Veranstaltung einen Eintrag im berühmten Guinness-Buch der Rekorde. „Als wir mit der Kutsche in die Stadtamhofer Hauptstraße eingebogen sind und da diese Masse an Leuten war, hätte mich fast der Schlag getroffen“, bekommt Küblbeck bei dem Gedanken an diesen Sonntag im September heute noch Gänsehaut.
Naturgemäß ließ der Erfolg des Spektakels umgehend die Frage aufkommen, ob es 2025 wieder eine Dackelparade geben würde, möglicherweise in noch größerem Rahmen. Die Macher des Dackelmuseums reagierten darauf unmittelbar nach dem Grande Finale auf dem Domplatz abwartend. Man müsse alles erst einmal sacken lassen, äußerten sie damals erschöpft.
Vergleich mit Landshut und Oberammergau
Knapp zwei Monate später steht fest: Die große Sause macht Pause. „Wenn man so etwas jedes Jahr macht, verläuft es sich. Die Veranstaltung würde beliebiger werden und in der Folge auch an Strahlkraft verlieren“, begründet Küblbeck die Entscheidung.
Und weil er um große Vergleiche nie verlegen ist, führt er als Beleg gleich zwei der traditionsreichsten Großveranstaltungen in Bayern an: „Die Landshuter Hochzeit oder die Oberammergauer Passionsspiele finden ja auch nicht jedes Jahr statt.“
Auch profane Gründe wie Geld und Zeit
Der Verzicht auf eine Dackelparade 2025 hat freilich auch ganz profane Gründe wie Geld und Zeit. „Man darf nicht vergessen, dass wir da rund 40.000 Euro aus eigener Tasche reingesteckt haben“, betont Küblbeck.
Dies sei ein nicht beliebig wiederholbarer finanzieller Kraftakt gewesen, auch wenn die Investition reichlich Einnahmen und eine gewaltige Steigerung des Bekanntheitsgrads nach sich gezogen haben dürfte. Doch die Organisation hat neben Geld auch Nerven gekostet.
Überraschungen in kleineren Dimensionen
„Wir haben ein halbes Jahr lang 24 Stunden am Tag an nichts anderes mehr gedacht. Diesen Stress wollen wir uns und unserem Team 2025 ersparen“, so Küblbeck.
Trotz allem sind die Museumsmacher rastlos und ideenreich genug, um auch im kommenden Jahr mit der einen oder anderen Überraschung aufwarten zu können. Nur eben in kleineren Dimensionen. „Langeweile wird auch ohne Dackelparade nicht aufkommen“, verspricht Storz jedenfalls. Etliche neue Projekte seien bereits in der Pipeline.
Als Termin für die zweite Dackelparade ist 2026 ein heißer Tipp – ganz so groß wie bei den genannten Veranstaltungen in Landshut (alle vier Jahre) oder gar Oberammergau (alle zehn Jahre) soll der Abstand dann doch nicht werden.