Energiezentrale gestartet: Der Sportpark Ost ist jetzt am Netz

Um 12.56 Uhr ist es soweit. Der große Moment. Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer und Stadtwerk-Chef Manfred Koller drücken gemeinsam auf einen kleinen grünen Knopf. Und dann startet die Energiezentrale des neuen Sportparks Ost ihren Betrieb.
Auf der großen Baustelle an der Zeißstraße im Regensburger Osten ist am Freitag mächtig was los. Vertreter der Bau- und Planungsfirmen, Stadträte und Amtsleiter – alle sind gekommen. Schließlich gibt es einen freudigen Anlass. Als „Meilenstein der Energieerzeugung für Bäder“ bezeichnet Maltz-Schwarzfischer bei ihrer Ansprache die Inbetriebnahme der Energiezentrale. Diese wird den Sportpark Ost mit seinem Hallenbad und der Leichtathletikhalle sowie auch umliegende Gebäude der Stadtbau mit Wärme versorgen. Und das alles mit einer „hundertprozentig neutralen CO2-Bilanz“, wie am Freitag erklärt wird.
„Sehr ausgefeilte Technik“
Dies so hinzubekommen, sei alles andere als einfach gewesen, erzählt Stadtwerk-Chef Koller. Eine „sehr ausgefeilte Technik“ sei vonnöten, um etwas zu schaffen, was er „als Novum in Deutschland für einen Bau dieser Größenordnung“ bezeichnete: „Wir haben jedenfalls kein vergleichbares Projekt gefunden.“
Schwimmbäder haben ohnehin einen gigantischen Energieverbrauch. Im Sportpark Ost kommt nun unter anderem noch die Leichtathletikhalle hinzu. Die für den Betrieb nötige Energie wird auf dem Gelände aber zu einem großen Teil selbst erzeugt, etwa mit Solarkollektoren über den Parkflächen. Im Winter wird noch ein Hackschnitzelkessel dazugeschaltet. Der hier entstehende CO2-Ausstoß könne dem Stadtwerk zufolge „im Jahresverlauf im regionalen Wald wieder gebunden werden“. Die Versorgung der neuen benachbarten Gebäude der Stadtbau GmbH soll im April kommenden Jahres beginnen. Zuvor müssen einzig noch „letzte Vertragsdetails“ geklärt werden, wie Koller sagte. Er zeigte sich aber zuversichtlich, dass es hier bald eine Einigung geben wird: „Wir sollten das jetzt einfach machen.“
Langzeitprojekt des Stadtwerks
Der Sportpark Ost ist ein wichtiger Baustein eines Langzeitprojekts des Stadtwerks: Bis spätestens 2035 will dieses seine Einrichtungen klimaneutral betreiben können. „Und das schaffen wir auch“, sagte Koller nun. Derzeit würden alte Gebäude umgerüstet werden, „und bei neuen packen wir das Thema natürlich von Beginn an an“.
Koller zufolge läuft beim Sportpark Ost auch sonst alles nach Plan. Eröffnet werden sollen die Sporthalle und das Schwimmbad im kommenden Frühsommer. „Den genauen Termin geben wir aber erst bekannt, wenn es hundertprozentig sicher ist“, sagte Koller. Auf einer Baustelle könne schließlich immer noch irgendetwas dazwischen kommen. Stand jetzt gibt es Koller zufolge aber keine bösen Überraschungen. Die Kosten wurden auf 55 Millionen Euro angesetzt und sollen in diesem Rahmen bleiben: „Vielleicht schaffen wir es sogar noch ein klein wenig drunter.“
Größte Baustelle der Stadt
Die Oberbürgermeisterin war voll des Lobes über den Baufortschritt. Der Sportpark Ost sei schließlich derzeit die größte Baustelle in Regensburg und das Projekt habe eine „große Bedeutung“. Sowohl das Schwimmbad wie auch die Leichtathletikhalle seien „als sogenannte Standortfaktoren wichtig für die Attraktivität unserer Stadt“, sagte Maltz-Schwarzfischer: „Dass dieses Projekt nicht nur im Zeit und Kostenrahmen sondern auch extrem nachhaltig umgesetzt wird, freut mich sehr.“


