Das ZiP in Cham bekommt ein Stockwerk drauf: Essen gibt es bald im Obergeschoss

Das Zentrum für individuelle Produktion (ZiP) an der Altenstadter Straße 9 soll aufgestockt werden und künftig im Obergeschoss unter anderem eine Kantine mit Küche beherbergen. Der Bauausschuss der Stadt hat dem Vorhaben jetzt einstimmig das Einvernehmen gegeben.
Das ZiP-Gebäude an der Altenstadter Straße soll generalsaniert werden und ein zusätzliches Geschoss aufs Dach bekommen. In der Tischvorlage der Verwaltung zu dem Sanierungsvorhaben ging es vor allem um die Einordnung der Fläche. Ist drum herum ein Gewerbegebiet oder nicht? Im Flächennutzungsplan sei es als gewerbliche Baufläche dargestellt.
Es müsse geprüft werden, ob es faktisch ein Gewerbegebiet im Bereich Further Straße/Altenstadter Straße sei, da dort auch ganz normal Wohnungen zu finden seien. Mit aufs Tablett bringt das Bauamt der Stadt dabei zur Einschätzung noch einmal einen Vorgang, der damals hohe Wellen in der Stadt schlug: die Planung eines großen Biomasseheizkraftwerkes durch die Staatsforsten und den Maschinenring aus dem Jahre 2008. Auch damals stellte sich die Frage, ob es ein Gewerbegebiet ist oder nicht.
Das Verwaltungsgericht prüfte sogar die Lage an – und urteilte, dass der Bereich nicht einem Gewerbegebiet entspreche. Drei Jahre vorher hatte das Bayerische Staatsministerium des Innern bei einer Nutzungsänderung auf dem Anwesen Altenstadter Straße 19 festgestellt, dass hier Vorhaben zulässig sind, wenn es sich in die nähere Umgebung einfügt und die Erschließung gesichert ist. Das Ortsbild dürfe nicht beeinträchtigt werden.
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Für die Entscheidung des Bauausschusses zur ZiP-Sanierung sei es aber unerheblich, wie das Gebiet nun einzuschätzen sei, bemerkte das Bauamt. Es sei hier eine Wohnnutzung wie auch eine gewerbliche Nutzung feststellbar. Der geplante Ausbau des ZiP mit einer Kantine im Dachgeschossneubau sei planungsrechtlich zulässig, wie Arthur Scheurer vom Bauamt dem Ausschuss erläuterte. Die Aufstockung füge sich in die Umgebung ein. Im näheren Umfeld seien bereits gewerbliche wie Wohngebäude mit teils mehr als vier Geschossen und einer Höhe von 36 Metern vorhanden.
Was noch nicht ganz passe, seien die Stellplätze, so Scheurer. Für die Stadt ist die Lage und deren Einschätzung grundsätzlich nicht unerheblich. Hier solle einmal gegenüber die neue Feuerwache Chams gebaut werden, betonte Bürgermeister Martin Stoiber. Aktuell ist dort noch das Gesundheitsamt beheimatet.
Das ZiP ist eine spezielle Einrichtung für psychisch kranke, teils auch behinderte Menschen und gehört zu den Behindertenwerkstätten Oberpfalz in Cham. Im ZiP wird gezielt daran gearbeitet, Menschen mit psychischen Erkrankungen Hilfestellung zu geben und ihnen im Bereich des Arbeitslebens wieder „Boden unter den Füßen“ zu vermitteln, beschreiben die Behindertenwerkstätten auf ihrer Homepage die Aufgabe der Einrichtung. Zielsetzung sei es, soweit möglich, den Betroffenen die Rückkehr in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Da die Ursache oder der Auslöser von psychischen Erkrankungen individuell unterschiedlich sind, schaffe das ZiP eine Arbeitsumgebung, die an die Bedürfnisse der Beschäftigten angepasst ist.
Im Chamer Bauausschuss mit dünner Tagesordnung berichtete Bürgermeister Stoiber vom planungsgemäßen Fortgang der Bauarbeiten der Frühlingstraße, der Weiherhausstraße und der Saliterstraße in Chammünster. Die Oberflächen würden noch soweit hergestellt, dass der Winterdienst fahren könne. Die Oberschichten der Straßen würden 2025 asphaltiert.
Die Auftragslage bei den Baufirmen und Firmen allgemein sei schmal, wie er höre. Die Stadt werde jedoch weiter zielorientiert in Bildung und Infrastruktur investieren. Auch wenn die Stadt eine gute Rücklage habe, müsse gleichzeitig mit Vorsicht gehandelt werden, da keiner wisse, was kommen werde.
Auftragsvergaben zu Bäumen, Gewerbe und Parken
Baumfällungen: Der Maschinenring wird die großen Bäume neben der Flutbrücke in Stadellohe fällen, die für die Baustraße, die 2025 gebaut wird, im Weg stehen. Der Auftrag hat ein Volumen von 11 602,50 Euro.
Baumpflege:Für die Baumpflege im Stadtgebiet – insbesondere bei Sportanlagen, Kinderspielplätzen und Kinderhäusern – hat die Firma Baumpflege-Zentral aus Burglengenfeld den Auftrag in Höhe von knapp 19 000 Euro erhalten, während die Firma Garten- und Landschaftsbau Premm aus Roding den Auftrag für Baumfällungen und Habitatschnitt im Stadtgebiet im Volumen von gut 31 000 Euro zugesprochen bekam.
Gewerbegebiet: Die Tiefbauplanungen für die Erweiterung des neuen Gewerbegebiets in Cham-Süd hat das Ingenieurbüro Brandl & Preischl aus Cham erhalten, das Volumen umfasst knapp 44 000 Euro.
Parkplätze: Den Auftrag für die Beleuchtung und Vorbereitung eines E-Bike-Akkuladeschranks beim Kulturhaus CHA13 an der Ludwigstraße im Wert von 17 145 Euro haben die Stadtwerke Cham erhalten.
Neubepflanzung: Den Auftrag im Wert von knapp 24 000 Euro für die Neubepflanzung des Brückenbypasses in Cham-Janahof bekam die Firma Pohl Gärten aus Willmering.
