Neuer Pächter für Schmankerl-Treff: Marco Fischer spricht über seine Pläne in Bad Kötzting

Seit Monaten hat der Schmankerl-Treff beim Möbelhaus Wanninger in Bad Kötzting (Landkreis Cham) geschlossen. Jetzt tut sich was bei dem beliebten Imbiss, den es seit mehr als 30 Jahren gibt und der bei vielen Kunden regelrechten Kultstatus besitzt: Vor einer Woche hat Marco Fischer den Pachtvertrag für den Imbiss unterschrieben.
Fischer ist seit elf Jahren mit seinen fünf Food-Trucks in der Region unterwegs und betreibt in Viechtach den Imbiss Marco Street Food sowie den Kiosk im Freibad. Für Bad Kötzting hat er aber etwas andere Pläne.
In Marcos Imbiss – so der neue Name des ehemaligen Schmankerl Treffs – wird Fischer kein Streetfood anbieten, sondern „klassische deutsche Imbissküche“. Damit reagiert er auf den Wunsch der Kötztinger Kundschaft, dass sich „so wenig wie möglich ändern“ soll – so die Kommentare auf Facebook, aber auch die Aussagen der Kötztinger, mit denen sich Marco Fischer vorab viel unterhalten hat.
Er selbst hätte sich auch für Kötzting einen Streetfood-Imbiss vorstellen können. „Aber ich kann den Leuten ja nicht meine Vorstellungen aufzwingen, kann nicht mein Ding machen, wenn es nicht funktioniert.“ Der Zwieseler ist gerade dabei, das Innere der Imbiss-Bude ein wenig umzubauen und viele alte Geräte durch neue zu ersetzen.
Grau und Rot statt Grün
Außen hat sich schon etwas getan: Der ehemalige Schmankerl-Treff hat einen grauen Anstrich erhalten, das weithin bekannte Rot ist aber zum Teil noch geblieben. Bei seinen anderen Läden und den Trucks setzt Marco Fischer auf Grün – er zeigt also auch rein optisch, dass er in Bad Kötzting eine andere kulinarische Linie fährt. Deutsche Imbissküche – das sind Jäger-, Balkan- und paniertes Schnitzel Wiener Art; auch diverse Burger, Chicken Nuggets und natürlich die Currywurst gehören dazu. Die wird künftig eine Nummer größer ausfallen als bisher. Fischer: „Normalerweise bekommt man in einem Imbiss eine Currywurst mit 120 Gramm. Unsere hat 160.“ Mit Pommes und hausgemachter Soße wird die Currywurst 7,90 Euro kosten. Für kein Gericht auf der Karte von Marcos Imbiss muss der Kunde mehr als zehn Euro bezahlen, sagt Fischer.
Beliefert wird der Imbiss von einem Bäcker, einem Metzger und zwei Brauereien aus der Region. Fischer ist es wichtig, dass seine Lieferanten „von hier“ kommen und die Qualität stimmt. Deshalb „arbeiten wir auch nicht mit einer Mikrowelle. Unsere Backwaren werden im Steinbackofen aufgebacken.“
Frühstücksangebot geplant
Zum ersten Mal geöffnet hat Marcos Imbiss ab Dienstag, 7. Januar, von 10 bis 18 Uhr. Hat Fischer genug Personal zusammen, plant er für den Imbiss beim Möbelhaus zusätzlich ein Frühstücksangebot. Momentan hat Fischer zwölf Angestellte (vier davon für den Imbiss in Bad Kötzting), im Sommer sind es 26, weil da der Freibad-Kiosk geöffnet hat und die Food-Trucks unterwegs sind. Für Bad Kötzting ist er aber weiter auf der Suche nach Personal – eben, damit er ein Frühstücksangebot verwirklichen kann. Damit will er sich „explizit an Handwerker“ richten, die von 7 bis 9 Uhr – aber eben nur zu dieser Zeit – belegte Brötchen, Sandwiches, warme Leberkäse- und Rosswurstsemmeln kaufen können.
Daneben plant Marco Fischer, dass die Kunden Essen vorbestellen können – „am besten am selben Tag“. Zur Hauptkarte wird es täglich auch eine Angebotskarte geben. Und er will seine Philosophie beibehalten, dass es wichtig sei, auf die Leute zu hören. „Wenn es im Sommer heiß ist und die Leute nach Sülze oder Wurstsalat verlangen, werden wir das anbieten. Wir machen aber nichts, ohne vorher mit den Leuten zu reden.“
