Bürgerversammlungen: Teublitzer haben viele Fragen und Anliegen zu Verkehrsthemen

Verkehrsbehinderungen, das Neubaugebiet Brunnäcker II oder das neue Feuerwehrgerätehaus in Münchshofen – bei der zweiten und dritten Bürgerversammlung im Mehrgenerationenhaus in Saltendorf und im Landgasthof Hintermeier gab es zahlreiche Informationen sowie Anfragen und Wortbeiträge von Bürgern.
Zuvor gab Bürgermeister Thomas Beer (CSU) erneut jeweils einen fast zweistündigen Jahresrückblick. Bei der Bürgerversammlung für den Stadtkern Teublitz und die Hugo-Geiger-Siedlung im Mehrgenerationenhaus machten viele der rund 60 Anwesenden von ihrem Recht Gebrauch, Fragen an das Stadtoberhaupt zu richten. Insgesamt gab es mehr als 20 Redebeiträge.
Eine Bürgerin aus Saltendorf sprach – wie schon im Vorjahr – die Parksituation in der Osterbühlstraße sowie Behinderungen bei einer Grundstückausfahrt in Saltendorf an. Beer wies darauf hin, dass die Straßenverkehrsordnung ausreichend Regelungen enthalte.
Ein Bürger verwies auf die hohen Kosten der Reaktivierung der Bahnstrecke nach Burglengenfeld und zusätzliche Verkehrsbehinderungen an den Übergängen. Beer führte dazu aus, dass „spätestens wenn der Pfaffensteiner Tunnel saniert wird, wir im Städtedreieck froh sein dürfen, diese Anbindung zu haben“. In den Kosten seien moderne Schrankenanlagen enthalten, die effizienter arbeiteten und damit die Verkehrsbehinderungen minimierten.
Wer baut die neue Bücherei für Teublitz?
Bemängelt wurde das Parken im Grünstreifen an der Rötl-steinstraße in Saltendorf. Das sei nicht erlaubt, so Beer. Eine Bürgerin wollte wissen, wer die neue Bücherei baue. Der Bürgermeister antwortete, dass ein Bauträger das Gebäude errichte und die Stadt ein Teileigentum erwerbe. Hingewiesen wurde von Seiten der Bürger auch auf die Zustände an der Unterführung in Saltendorf, die stark verschmutzt sei; die Treppen seien schadhaft. Beer informierte, dass der Bauhof hier aktuell tätig sei. Die Frage nach der Zukunft der Märkte im Fachmarktzen-trum beantwortete das Stadtoberhaupt dahingehend, dass der aktuelle Eigentümer plane, den Edeka-Mark mit einer größeren Verkaufsfläche an gleicher Stelle neu zu errichten.
Zur Bürgerversammlung in Münchshofen kamen ebenfalls rund 60 Bürger, deren Interesse insbesondere dem Neubau des Feuerwehrgerätehauses und der Vermarktung der Bauplätze im neuen Baugebiet Brunnäcker II galt. Der Bürgermeister erläuterte, dass die Vorbereitungen für das FF-Gerätehaus schon seit 2021 laufen. Als neuer Standort konnte der Bolzplatz an der Straße nach Premberg gefunden werden. Dieser liegt aber im Überschwemmungsbereich der Naab, planungsrechtlich im Außenbereich und in vielen Biotopen, so dass eine Genehmigung voraussichtlich mit vielen Auflagen verbunden sein wird.
In Abstimmung mit der FF-Führung wurde von der Verwaltung 2024 eine Projektstudie an vier Architektenbüros zum FF-Neubau ausgeschrieben. Von allen vier Büros wurden laut Beer umsetzbare Vorschläge eingereicht, die nun nochmals von der Feuerwehr geprüft werden. Über die Auftragsvergabe wird der Stadtrat entscheiden. Zur Vermarktung der Bauplätze im neuen Baugebiet Brunnäcker II informierte Beer, dass diese als Einheimischenmodell oder im Bieterverfahren ausgeschrieben wurden. Aktuell sei eine schleppende Nachfrage zu verzeichnen.
Von 16 Bauparzellen sind nach Aussage des Bürgermeisters drei verkauft und eine weitere ist reserviert. Die Bewerbungsphase läuft bis 15. November 2024. Der Kaufpreis liegt bei 290 Euro/Quadratmeter, beim Einheimischenmodell bei 256 Euro/qm.
Forderungen: Verkehrsspiegel für bessere Sicht anbringen
Bei den Anfragen schlug ein Bürger vor, an der Ecke Hans-Holbein-Straße/Jurastraße – gegenüber der Ausfahrt Armannspergstraße – einen Verkehrsspiegel anzubringen, da man die Fahrzeuge aus Richtung Bubach an der Naab erst sehr spät sehen könne. Bürgermeister Beer kündigte an, den Hinweis bei der nächsten Verkehrsschau vorzubringen.
Probleme bereite nach Aussage eines Versammlungsteilnehmers auch die Ausfahrt Adolph-Kolping-Straße in die Bergstraße, da der von links kommende Verkehr schwer einzusehen sei; Pflanzen und Gräser auf einem unbebauten Grundstück seien auf dieser Seite sehr hoch. Beer erklärte, dass sich dieses Grundstück in Privatbesitz befinde. Man werde den Eigentümer schriftlich auf seine Verkehrssicherungspflicht hinweisen. Ergänzend dazu wurde dort ebenfalls ein Verkehrsspiegel vorgeschlagen oder angeregt, die Verkehrsregelung rechts vor links einzuführen.
Eine Bürgerin sprach schließlich die Behinderung durch parkende Autos in den Straßen am Münchshofener Berg an. Bei schönem Wetter sei links und rechts alles zugeparkt und die Autos ragten teilweise bis in die Fahrbahnmitte hinein, so dass wohl kein Rettungsfahrzeug mehr durchkommen würde. Die Rednerin regte an, extra Parkmöglichkeiten am Münchshofener Berg zu schaffen. Beer erwiderte, er werde den Sachverhalt prüfen lassen und auch mit dem Zweckverband Kommunale Verkehrsüberwachung besprechen.
Prüfung in der Hugo-Geiger-Siedlung
Anregungen: Vorgeschlagen wurde bei der Bürgerversammlung, auf der Kreisstraße SAD5 bei der Hugo-Geiger-Siedlung (HGS) die Geschwindigkeitsbeschränkung auf 60 Stundenkilometer zurückzusetzen. An den Ausfahrten bei der HGS zur Kreisstraße sollten Verkehrsspiegel angebracht werden. Bei der Hauptzufuhr in die HGS sei eine Linksabbiegespur erforderlich, so eine Forderung. Beer erklärte, dass die Zuständigkeit beim Landkreis liege.
Probleme: Auch in der HGS wurde Klage darüber geführt, dass parkende Fahrzeuge in den Grünanlagen stünden und auch auf der Straße Behinderungen durch parkende Fahrzeuge auftreten. Beer kündigte eine Prüfung an.