Lokal im Hallenbad Dachelhofen soll unter der neuen Pächterin das ganze Jahr geöffnet sein

Von Hubert Heinzl · 14. November 2024 um 11:00

Die neue Pächterin will aus der Gastronomie im Hallenbad eine Anlaufstelle über das ganze Jahr machen. In der Wintersaison soll es neben Kaffee und Kuchen Salate und warme Küche geben. Im Sommer will Tatjana Böhm auf einer neu errichteten Terrasse Eis-Spezialitäten servieren.

Anfang November hat die 54-Jährige den kleinen Gastro-Betrieb im Foyer des Hallenbads eröffnet. Und die Leute vom Stammtisch aus Dachelhofen, der sich seit Jahr und Tag hier trifft, standen gleich am ersten Tag auf der Matte, um sich für Sonntagvormittag anzumelden. Natürlich hat Tatjana Böhm für die treue Kundschaft dann auch früher aufgesperrt.

Anregung kam von Bäderleiter Michael Maget

Dass die gelernte Hotelfachfrau nun hinterm Tresen im Hallenbad steht, hat viel mit ihrem Lebensgefährten zu tun. Rainer Weidinger war früher erfolgreicher Schwimmer beim FC und als solcher Bäderleiter Michael Maget gut bekannt. Der hat dann auch angefragt, ob es die beiden „nicht einmal versuchen“ wollten. Schließlich sagten sie zu.

Für den Neustart im Hallenbad hat die Stadt Schwandorf laut Böhm den Boden in dem Lokal erneuert und auch das Mobiliar ausgetauscht. „Modern, aber auch gemütlich“, beschreibt die Pächterin die neue Einrichtung. 55 Sitzplätze stehen für die Gäste zur Verfügung, und es sollen noch mehr werden.

Denn nach den Worten Böhms will die Stadt im nächsten Jahr auch noch eine Terrasse am Hallenbad-Gebäude errichten – für den Sommer. Denn anders als die früheren Betreiber will das neue Gastro-Team das ganze Jahr über präsent sein. Wenn die Hallenbad-Saison vorüber ist, sollen auf dem Freisitz künftig Eisbecher und andere süße Köstlichkeiten serviert werden.

Eis-Pirat soll wieder aufleben

Erfahrung damit haben die beiden schon früher gemacht – mit dem „Eis-Piraten“ an der Wackersdorfer Straße, in direkter Nachbarschaft zur Tankstelle Fischl. „Wir haben 26 Sorten Eis angeboten“, erzählt Tatjana Böhm. Das soll künftig auch in Dachelhofen so sein, und auch der Name ist gleich mit umgezogen.

Noch ist das allerdings Zukunftsmusik – wie der integrative Spielplatz, den die Stadt direkt vor dem Hallenbad errichten will. Von dem Projekt, das wohl schon im kommenden Jahr verwirklicht werden soll, erhoffen sich Tatjana und ihr Lebensgefährte durchaus auch einen Schub für das Sommer-Geschäft. Spielen macht durstig, und gegen ein kleines Eis zwischendrin hat wohl niemand etwas einzuwenden.

Bis es soweit ist, will die Pächterin den Betrieb erst einmal behutsam hochfahren. Noch ist die Speisekarte überschaubar – es gibt Klassiker wie Currywurst, Schnitzel, Salate oder Pommes. „Aber wir wollen schon dahin kommen, dass wir ein Tagesmenü anbieten und eine wechselnde Wochenkarte“, wie Tatjana verrät. Kaffee und Kuchen gibt es schon jetzt – drei Sorten, „jeden Tag frisch“, so die Pächterin.

Der Lebensgefährte steht am Herd

Für die Zubereitung ist übrigens ihr Lebensgefährte zuständig. Er steht in der Küche, während sich Tatjana um die Gäste und den Service kümmert. Im Sommer, wenn die Gastronomie zur Eisdiele wird, will die Pächterin das Personal aber noch aufstocken.

Geöffnet ist das Lokal im Hallenbad am Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag und Samstag jeweils von 14 bis 22 Uhr, am Sonntag von 14 bis 20 Uhr. Am Mittwoch ist Ruhetag. „Aber es kann durchaus sein, dass es da noch kleinere Anpassungen gibt“, sagt Rainer Weidinger. Vor allem an den Wochenenden will das kleine Gastro-Team flexibel sein. Zum Beispiel, damit der Stammtisch auch am Sonntag sein Weißwurst-Frühstück bekommt.