Traditionsmarkt in Neustadt a.d. Donau lockt mit neuen Attraktionen

Von Jochen Dannenberg · 9. November 2024 um 05:00

In drei Wochen ist Erster Advent, die Vorweihnachtszeit beginnt. In Neustadt a.d. Donau können sich die Menschen schon eine Woche vorher auf Weihnachten einstimmen. Beim Andreasmarkt gibt es in diesem Jahr etliche Neuerungen.

Der Grund für die Veränderungen liegt in der Organisation: Die Traditionsveranstaltung wird nicht mehr vom Arbeitskreis Neustädter Wirtschaftsförderung (ANW), sondern von der Stadtverwaltung durchgeführt. Die Federführung liegt bei Andrea Holzapfel, Abteilungsleiterin Tourismus, Kultur und Bildung im Neustädter Rathaus.

„Wir haben uns gleich mal ein paar neue Sachen überlegt“, sagte sie in der Sitzung des Kulturausschusses des Stadtrats unlängst fest. „Die Anordnung der Buden ist in diesem Jahr so gewählt, dass ein geschlossenes Ensemble von Anfang Kirchplatz bis Ende Rathaus in der Ost-West-Achse und von dort abzweigend jeweils in Nord- und Südrichtung ein Stück die Herzog-Ludwig-Straße entlang entsteht.“

Für den Markt, so Andrea Holzapfel weiter, konnte eine Vielzahl an „qualitativ hochwertigen Fieranten“ gewonnen werden. Diese reichen von selbstgemachten Lederwaren, selbstgemache Pasta, Gewürze, Hand- und Holzarbeiten, Dekoartikel, selbstgenähte Kinderkleidung, Seifen und viele mehr.

Zehn Vereine beteiligt

Am Andreasmarkt nehmen auch wieder die Vereine teil. Zehn Vereine mit Essens- und Getränkeständen, ergänzt um weitere Anbieter, werden sich an der Veranstaltung beteiligen. Die kulinarischen Angebote sind vielfältig. Sie reichen von Glüh-Gin, Hot-Aperol, Bombardino, Howaratee und Feuerzangenbowle über heiße Maroni, Fischburger, Waffeln und Crepes sowie Feuerwurst, Knackersemmel, Gulasch im Brotleib, Burger, ungarisches Langos und Baumstriezel bis hin zu Süßwaren und Mandelbrennerei sowie Bubble Tee und alkoholfreie Wintercocktails in der Teen-Lounge.

Das Rahmenprogramm auf der Bühne, die sich in diesem Jahr gegenüber des Rathauses in der Herzog-Ludwig-Straße befinden wird, besteht aus weihnachtlicher Musik. Sie wird von der Städtischen Musikschule, den Neustädter Chören und der A-capella-Band „Free Vocals“ am Samstagabend gestaltet.

Wobei „Free Vocals“ zweifelsohne eine Attraktion des Andreasmarktes sein dürfte. Die Band wurde 2015 in Regensburg gegründet und besteht aus den sechs Sängern Christopher Moritz (Tenor), Marco Illichmann (Tenor), Philipp Röslmair (Tenor), Florian Kerscher (Bariton), Lorenz Blattert (Bass) und Peter Lutz (Bass/Beatbox). Die Band singt vorzugsweise englischsprachige Popsongs, von Elvis Presley bis Ava Max.

Auch auch an die Kinder ist beim Andreasmarkt gedacht. Es gibt ein umfangreiches Kinderprogramm – und an die „Teens“ wurde ebenfalls gedacht: mit einer Teen-Lounge unter den Rathausbögen. Dort können Kinder und Jugendliche Bubble Tee & alkoholfreie Wintercocktails genießen und vor der Bühne „chillen“.

Zum Programm gehört auch die Stiefel-Rallye. „Nachdem im letzten Jahr fast 500 Kinder aus Neustadt und Umgebung teilgenommen haben, gehen wir 2024 in die zweite Runde“, berichtet Andrea Holzapfel. Teilnehmen können Kinder von ein bis zehn Jahren.

Mitmachen ist ganz einfach: Bastelbogen abholen, Stiefel bunt bemalen und verzieren, Stiefel ausschneiden und richtig kleben, Stiefel abgeben und anschließend die Stiefel in den Schaufenstern suchen, finden und abholen – er ist mit einer kleinen Überraschung gefüllt. Die Bastelbögen gibt es am Andreasmarkt im Generationentreff Löwengrube (Samstag 15 bis 19 Uhr und Sonntag von 12 bis 16 Uhr sowie vom 18. bis 22.11.), im Kulturhaus Storchenwirt (montags bis freitags von 9 bis 11.30 Uhr, montags und donnerstags 16 bis 18 Uhr) und in der Bücherei (dienstags 14 bis 19 Uhr, mittwochs 8 bis 13 Uhr, donnerstags und freitags 14 bis 18 Uhr).

Geschäfte sind geöffnet

Zum Andreasmarkt gehört wie seit jeher ein verkaufsoffener Sonntag. Von 11 bis 17 Uhr kann in allen teilnehmenden Geschäften eingekauft werden. Zwischen Neustadt (Volksfestplatz) und Bad Gögging (Kurhotel Kaiser Trajan, Tourist-Info und Gänselieslplatz) bringt ein Shuttlebus die Gäste zum Andreasmarkt und wieder zurück. Der Bus fährt am Samstag zwischen 15 und 23 Uhr und am Sonntag zwischen 12 und 18 Uhr kontinuierlich die Haltestellen an. Ein Bus kommt etwa alle 20 Minuten vorbei, sodass jederzeit ein bequemer Ein- und Ausstieg möglich ist. Die Fahrt kostet für Erwachsene 3 Euro und für Kinder 2 Euro.

Bürgermeister Thomas Memmel ist überzeugt, dass der Andreasmarkt ein Erfolg wird. Er lobte, die neuen Ideen, die die Traditionsveranstaltung wieder zu einer Attraktion der Vorweihnachtszeit machen sollen.

Am Termin für den Andreasmarkt hat sich übrigens nichts geändert. Er wird auch in diesem Jahr wieder am Wochenende vor dem ersten Advent, also am 23. und 24. November, stattfinden.

Die Engerl sorgten mit Süßigkeiten für weihnachtliche Stimmung und Freude. Foto: Zuruev
Der Andreasmarkt ist einer der ersten vorweihnachtlichen Märkte in der Region. Foto: Pirthauer