„Käichl-Queen“ Maria Dickert verrät ihr Geheimnis: So gelingt das leckere Schmalzgebäck

Maria Dickert liebt das Backen – und ihre Künste sind weit über die Grenzen ihres Heimatortes Teublitz hinaus bekannt. Nicht umsonst trägt sie den Spitznamen „Käichl-Queen“. Denn das Schmalzgebäck, das vielerorts auch unter dem Namen „Auszogne“ bekannt ist, gelingt ihr besonders gut. Die Mittelbayerische hat sie in ihrer Backstube besucht. Dabei hat die 68-Jährige auch ihr Geheimrezept verraten.
Diese Zutaten braucht man:
-1 kg Weizenmehl Type 405
-3 Päckchen Trockenhefe
-200 g Zucker
-3 Päckchen Vanillezucker
-1 Teelöffel gestrichen voll Salz
-200 g Pflanzenmargarine
-6 St. Süßstoff
-50 ml neutrales Salatöl zum Beispiel Sonnenblumenöl
-100 ml Rum 40%
-150 ml Milch
-300 ml Ei (je nach Größe etwa sechs Stück)
-2 kg Pflanzenfett zum Ausbacken
Die Vorbereitung
Den Teig am Vorabend des Backtages zubereiten und an einem kühlen Ort bis zum Morgen stehen lassen. Das Mehl in eine große Schüssel sieben und die trockenen Zutaten untermischen. Inzwischen die Margarine langsam zerlaufen lassen und darin den Süßstoff auflösen. Dann die nassen Zutaten zur Margarine geben. (Achtung: Es darf alles nur lauwarm sein!)
Eine Vertiefung in die Mitte des Mehlgemischs machen und das „Flüssige“ hinzugeben. Mit einem großen Kochlöffel den Teig so lange bearbeiten, bis er Blasen wirft. Geschmeidig wird der Teig durch die Bearbeitung mit dem Handmixer.
Das ist am Backtag zu tun
Am frühen Morgen werden mit einer Teigkarte kleine Mengen Teig (ca. 50g) ausgestochen und zu Teiglingen (Ballwala) gedreht. Diese abgedeckt mindestens eine Stunde stehen lassen (keine direkte Sonnenbestrahlung!).
Das Fett hat die richtige Temperatur, wenn sich um einen Holzkochlöffel Bläschen bilden. Die Hände mit Öl befeuchten und das Ausziehen anfangen. „In die Mitte der Ballwala drücke ich mit den Fingern oder einem Stempel aus Holz oder einem Schnapsglasboden eine kleine Vertiefung“, erklärt Maria Dickert. In diese legt man dann die Zeige- und Mittelfinger beider Hände und lässt mit einem leichten Zug den Teig über die Fingerkuppen gleiten, bis das „Fenster“ in der Mitte ganz dünn wird.
Dann werden die Käichl ins heiße Fett gelegt. Rund um den Rand entstehen Bläschen und das „Fenster“ wölbt sich nach oben. „Das übergieße ich ein bis zweimal mit Fett. Hat das Käichl die gewünschte Bräunung erreicht, drehe ich es mit einem Kartoffel-Piekser um und backe die andere Seite goldbraun“, erklärt die Expertin. Richtig ist es, das Käichl mit zwei Gabeln oder zwei Löffeln zu wenden und heraus zu nehmen. „Da ich aber stets allein backe, ist mir dies zu umständlich, und ich piekse die Käichl. Wenn beim Ausziehen ein Loch entsteht, forme ich fantasievolle Gebilde, die bei vielen Gästen sehr beliebt sind. Auf einem Papierküchentuch lasse ich das Schmalzgebäck nebeneinander liegend abtropfen“, erklärt Dickert.