Ist das Volksfest 2025 in Gefahr? Die Stadt Nittenau sucht dringend einen neuen Wirt – Daniel Feuerer ist nicht mehr mit im Boot

Von Cornelia Lorenz · 6. November 2024 um 19:00

Können die Nittenauer im kommenden Jahr wieder Volksfest feiern? Sicher ist das noch nicht, denn bislang hat die Stadt noch keinen Festwirt: Daniel Feuerer, der diese Funktion bereits zehn Mal übernommen hat, zieht nun nicht mehr die Fäden im Zelt.

Eigentlich sollte in Sachen Volksfest auch nächstes Jahr alles seinen gewohnten Gang gehen: Die Stadt hatte wie üblich den Termin bereits festgelegt – vom 16. bis 19. Mai 2025, so die Planung, sollten die Nittenauer am „Bawert“ im Festzelt und im Vergnügungspark zusammenkommen und gemütliche Stunden verbringen.

Doch dafür bräuchte die Stadt, wie in den Vorjahren auch, einen Festwirt. Diesen habe man bislang noch nicht gefunden, bestätigte Alexandra Oppitz, Pressesprecherin im Rathaus, auf Nachfrage der Mittelbayerischen. Doch woran liegt das? Gab es etwa Meinungsverschiedenheiten oder Probleme zwischen der Stadt und dem bisherigen Festwirt? Die Stadt hält sich dazu bedeckt. „Wir bitten um Verständnis, dass keine detaillierteren Informationen zum Vergabeverfahren, sei es zu eingegangenen Bewerbungen oder auch zu Entscheidungsgründen, mitgeteilt werden können“, kommentierte Oppitz die Lage.

Der nun offiziell ehemalige Nittenauer Festwirt erklärte derweil auf Nachfrage unserer Zeitung, er sei in der Regenstadt nicht mehr mit von der Partie, weil er beschlossen habe, kürzer zu treten. Im Landkreis Schwandorf sei er aber weiterhin bei den Volksfesten in Wackersdorf und Teublitz vertreten.

Erste Runde ohne Ergebnis

Weil also die erste Ausschreibung für das Nittenauer Volksfest ohne Vertragsabschluss geblieben ist, hat man im Rathaus nun mit einer neuerlichen Ausschreibung Runde zwei der Festwirtssuche eingeläutet – und zwar für die Jahre 2025 und 2026. Das fünfseitige Dokument legt die Pflichten des Festwirts detailliert fest. Unter anderem soll er ein Festzelt inklusive Bretterboden und Biergarten mit einem Fassungsvermögen von ca. 2000 Personen zur Verfügung stellen. Gefordert wird auch eine „optisch ansprechende Dekoration des Zeltes und des Biergartens“ in Abstimmung mit der Stadt Nittenau.

Als Platzgeld soll der Festwirt 1300 Euro bezahlen sowie eine Kaution in Höhe von 1500 Euro an die Stadt. Auch soll er ein „ansprechendes und abwechslungsreiches Bühnenprogramm, bestehend aus Musikkapellen und Showbands in Absprache mit der Stadt Nittenau“ organisieren, ebenso wie den Volksfestumzug. „Kreative Marketingmaßnahmen“, zum Beispiel für den Familientag, sind ebenso Aufgabe des Festwirts. Gleichzeitig unterstützt ihn die Stadt mit Werbung in den sozialen Medien und der Presse sowie mit Dienstleistungen des städtischen Bauhofs.

Stadtrat entscheidet

Bewerbungen für den Posten des Festwirts sind noch bis 1. Dezember um 14 Uhr bei der Stadt Nittenau möglich. Die finale Entscheidung über den neuen Festwirt will der Stadtrat in seiner Sitzung im Dezember treffen. Anschließend werde das Ergebnis den Bewerbern mitgeteilt, heißt es von Seiten der Stadt. Sobald man das Nittenauer Volksfest an einen Festwirt vergaben habe, werde man dann auch die Entscheidung in Sachen Schausteller treffen.