Volksfest mit vielen Vereinen und Ehrengästen: Nittenauer feierten wieder kräftig

Als das Hochwasser kürzlich das Gelände am Jahnweg unter Wasser setzte, war die Sorge um das Nittenauer Volksfest groß gewesen. Doch nun konnte es wie geplant starten – und die Nittenauer haben das Wochenende über kräftig gefeiert.
Mit der Stadtkapelle , die auf dem Kirchplatz ein Standkonzert gab, setzte sich der Festzug am Freitagabend in Richtung Festwiese in Bewegung. Zahlreiche Vereine waren mit von der Partie, zum Beispiel der Trachtenverein, viele Sparten des TSV Nittenau, die Schützen aus Nittenau und Bergham, die hiesigen Feuerwehren.
Traditionell nahm auch Nittenaus Bürgermeister Benjamin Boml (FW) am Festzug teil. Er wurde von der frisch gekürten Milchkönigin Elisabeth Heimerl begleitet. Ebenfalls mit dabei waren Vertreter des Stadtrats, Landrat Thomas Ebeling und MdL Martin Scharf sowie Rathauschefs aus den umliegenden Gemeinden. Auch aus der Nittenauer Partnerstadt Prestice in Tschechien waren die Bürgermeister Antonin Kmoch und Tomas Chmelik dabei.
Drei Schläge reichten beim Anzapfen
Gesäumt wurde der Festzug von Zuschauern aller Altersklassen, die den Vorbeimarschierenden eifrig zuwinkten. Die festliche Delegation wurde dann von Festwirt Daniel Feuerer in Empfang genommen. Nach der offiziellen Begrüßung der Ehrengäste durch Bürgermeister Boml zapfte dieser schließlich mit drei kräftigen Schlägen und unter den gespannten Augen von Festwirt Feuerer und von Braumeister Sebastian Jakob das erste Fass aus der Nittenauer Brauerei Jakob an.
Nicht nur für das leibliche Wohl war gesorgt. Auch an die Fußballbegeisterten war gedacht worden: Auf einer riesigen Leinwand konnten sie das Spiel der Deutschen Nationalmannschaft mitverfolgen und sich über ihren Sieg gegen Schottland freuen. Für musikalische Unterhaltung sorge die Wolfsegger Partyband.
Der Samstag war am Nittenauer Volksfest der Tag der Vereine und Betriebe. Bereits ab 14 Uhr starteten der Festzelt- und Biergartenbetrieb sowie die Fahrgeschäfte. Neben Klassikern wie Autoscooter oder Kettenkarussell gibt es auch zwei Kinderkarusselle mit Fahrzeugen und Tieren. Festwirt Daniel Feuerer hatte mit der Band Rock’n Rodeo für den Samstagabend zwar keine typische Bierzeltband eingeladen, aber die vier Musiker unterhielten das Partyvolk prächtig.
Publikum stand auf den Bänken
Besonders zu späterer Stunde stand das jüngere Publikum auf den Bänken – egal ob zu Oldies aus den 70er Jahren, Beatleshits, moderner Country-Musik Rock oder auch zu neuen Charthits. Sängerin Maggie Horn zeigte sich mit dem Nittenauer Publikum zufrieden. Zusammen mit ihrem Mann Hans am Bass gründete sie die Band 1993. Am Schlagzeug sorgt Matthias „Hias“ Schreier für den richtigen Takt. Jeb Rault rundet als Gitarrist die Band ab.
Auch im Biergarten und an den Schieß- und Losbuden war zu späterer Stunde noch viel los. Ab Sonntag um 11 Uhr startete der Festzeltbetrieb erneut, diesmal unter musikalischer Umrahmung der „Oberlinger 4er“. Abends stand der Auftritt der Band Sunnseitn mit Austropop auf dem Programm.
Bereits ab neun Uhr kamen am Sonntag die ersten Autos, Motorräder und Traktoren für die Oldtimer-Ausstellung des AC Nittenau an. Bis Mittag zählten die Veranstalter etwa 50 Motorräder von Mofa bis Harley sowie 50 bis 60 Traktoren aller Hersteller, Größen und Altersklassen ab 30 Jahren. Mit zusätzlich noch etwa 200 bis 250 Autos verschiedenster Hersteller war der Platz hinter dem Volksfestplatz entlang des Jahnweges sehr begrenzt.
BMW mit Kurbelantrieb
Das älteste Auto steuerte Michael Fink bei. Sein BMW, Baujahr 1929, gehörte zu den ersten Autos, die BMW noch mit Kurbelantrieb baute. Laut TÜV sei er zwar noch fahrtüchtig, aber mit 45 km/h Höchstgeschwindigkeit sei er ein Verkehrshindernis, so der Besitzer.
Auch einige Bausatzautos wie der PM Käfer waren zu bestaunen, ebenso wie einige amerikanische Modelle wie Chevy Impala oder ein Thunderbird. Auch alte Mercedes-Fahrzeuge und Autos von Rolls Royce waren vor Ort.
Der AC Nittenau organisierte bereits zum fünften Mal die Ausstellung mit einer Ausfahrt. Gegen 16 Uhr ging es für die Traktoren sechs Kilometer um Nittenau herum. Die übrigen Oldtimer fuhren einen 33 Kilometer-Rundkurs über Walderbach, Beucherling, Zell und Wald zurück nach Nittenau. Der AC Nittenau freute sich über so viel Zulauf.
Das Programm am Volksfestmontag
Auftakt: Der Montagnachmittag ist beim Nittenauer Volksfest den Kindern und Senioren gewidmet. Von 14 bis 18 Uhr gibt es verbilligte Preise. Passend dazu hat der Nittenauer Seniorenbeirat mehrere Tische reserviert.
Ende: Am Abend wird das Volksfest mit dem Froschhaxn Express ausklingen.





