Völlig gegen den Trend der deutschen Wirtschaft: Krones spurtet weiter von Rekord zu Rekord

Von Christian Eckl · 5. November 2024 um 07:48

Der Maschinenbauer aus dem Landkreis Regensburg hat auch im dritten Quartal eine Steigerung hingelegt. Die Zahlen, die am Dienstagmorgen präsentiert wurden, belegen weitere Umsatzrekorde. Gleichzeitig warnt das Unternehmen aber vor den Herausforderungen internationaler Krisen und Kriege.

Krones hat in den ersten drei Quartalen 2024 einen deutlichen Anstieg bei Umsatz und Ertragskraft erzielt. Das teilte das Unternehmen mit Sitz in Neutraubling (Landkreis Regensburg) am Dienstagmorgen mit. Der Umsatz legte um 11,2 Prozent auf 3,874 Milliarden Euro zu, während das dritte Quartal allein ein Wachstum von 13,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf 1,138 Milliarden Euro verzeichnete. Begünstigt wurde dies durch eine verbesserte Materialverfügbarkeit und die Effizienzsteigerungen in der Fertigung. Die Akquisition der Netstal Maschinen AG trug ebenfalls zum Umsatzwachstum bei.

Der Auftragseingang blieb in den ersten neun Monaten 2024 stabil und erreichte über 4,1 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 6,6 Prozent auf mehr als 4,3 Milliarden Euro, was die Auslastung der Produktionskapazitäten bis Ende 2025 sicherstellt.

Ziele für das Jahr werden wohl erreicht

Trotz gestiegener Material- und Personalkosten stieg die Ergebnis-Marge vor Steuern und Abgaben von 9,5 Prozent im Vorjahr auf 10,1 Prozent. Das Ergebnis wuchs um 17,7 Prozent auf 391,1 Millionen Euro, während das Ergebnis vor Steuern (EBT) um 17,1 Prozent auf 275,6 Millionen Euro anstieg. Die EBT-Marge (Gewinn eines Unternehmens vor Steuern) kletterte auf 7,1 Prozent. Das Konzernergebnis lag bei 200,7 Millionen Euro, was einem Anstieg um 14,2 Prozent entspricht.

Krones bekräftigte seine Konzern-Finanzziele für das Gesamtjahr 2024. Das Geschäftsumfeld bleibe aber unverändert herausfordernd. Es bestehen eine Reihe von Unwägbarkeiten wie beispielsweise geopolitische Risiken in Europa, dem Nahen Osten und anderen Regionen der Welt. Materialengpässe und Probleme in den weltweiten Lieferketten, die sich durch militärische Aktionen auf wichtigen Handelsrouten ergeben könnten, bleiben ebenfalls ein Unsicherheitsfaktor.

Krones ist nach den ersten drei Quartalen des Jahres 2024 auf einem guten Weg, die selbst gesteckten Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen. Das Unternehmen geht davon aus, dass der Umsatz bis Ende des Jahres um neun bis dreizehn Prozent wächst.

Auch der Gewinn wurde gesteigert

Dazu trägt neben dem steigenden Umsatz auch eine gezielte Preisstrategie und konsequentes Sparen bei den Kosten bei, um die Gewinne weiter zu steigern. Für 2024 erwartet Krones eine EBITDA-Marge (also das Verhältnis von operativem Gewinn zum Umsatz) von 9,8 bis 10,3 Prozent – eine leichte Steigerung im Vergleich zu den 9,7 Prozent im Vorjahr.

Ein weiterer wichtiger Wert, der sogenannte ROCE, soll ebenfalls auf 17 bis 19 Prozent steigen, nachdem er im Jahr 2023 noch bei 16,3 Prozent lag. Dies zeigt, dass das Unternehmen sein eingesetztes Kapital noch effizienter nutzen will. Alle diese Zahlen berücksichtigen die Übernahme des Unternehmens Netstal Maschinen AG, das seit Ende März 2024 Teil des Bereichs „Abfüll- und Verpackungstechnologie“ von Krones ist.