Bau des Radweges bei Ast soll das gefährliche Queren der Staatsstraße verhindern

Von Martin Hladik · 28. Oktober 2024 um 19:00

Seit Ende der vergangenen Woche rollen bei Ast die Bagger der Waldmünchner Baufirma Wagner. Hier entsteht gerade der Radweg zwischen dem Abzweig nach Albernhof und der Brücke nach Ast. Die Bauarbeiten dürften in wenigen Wochen abgeschlossen sein.

Im August 2023 berät der Stadtrat erstmals über das Projekt. Dabei wie auch jetzt macht Bürgermeister Markus Ackermann deutlich, für wie gefährlich er die Staatsstraße in diesem Bereich hält. Radler, die aus Richtung Albernhof kommen, müssten hier ein Stück auf der viel und schnell befahrenen Staatsstraße 2400 radeln und dann die Seite wechseln, um auf den Radweg zwischen Ast und Kritzenast zu kommen. Von hier aus können sie dann über Thurau weiter Richtung Rötz oder über Hirschhöf Richtung Waldmünchen radeln. Beides sind verkehrsarme Strecken des Schwarzachtal-Radweges. Der Lückenschluss „ist absolut sinnvoll“, hatte Ackermann 2023 gesagt.

Grunderwerb möglich

Mit dem Ausbau des kurzen Stückes Radweg soll der Schwarzachtal-Radweg ohne die Staatsstraße zu kreuzen erreichbar sein. Dafür hat die Stadt im vergangen Jahr einen etwa 500 Meter langen Streifen auf der Albernhofer Seite parallel zur Staatsstraße erworben. Der Streifen führt bis zur Brücke über die Staatsstraße bei Ast und damit kreuzungsfrei auf den Radweg auf der anderen Seite der Staatsstraße.

Das kleine Bauprojekt wird in den nächsten Wochen umgesetzt werden. Insgesamt sind etwa 100 000 Euro an Kosten geplant.

Die genaue Ausführung hatte der planende Ingenieur Sebastian Riedl heuer in der August-Sitzung des Stadtrates vorgestellt. Der Radweg wird 430 Meter lang und ist 2,50 Meter breit. Auf einen entsprechenden Unterbau wird eine Sand-Splitt-Auflage aufgebracht, die als Fahrbahn dient.

Asphaltiert wird der Radweg nicht. Das hat auch Naturschutzgründe. Denn der Weg quert eine Biotopfläche im Bereich der Schwarzach. Dass dort wegen schlechterem Boden wahrscheinlich eine stärkere Untergrundbefestigung notwendig ist, sei in der Planung berücksichtigt worden, hieß es damals in der Stadtratssitzung.

Weil ein Biotop gequert wird, müssen auch Ausgleichsflächen geschaffen werden. Die sollen hauptsächlich auf einem 230 Quadratmeter großem Stück zwischen der Staatsstraße und dem Radweg entstehen. Dafür ist auch das Pflanzen von zwölf Bäumen geplant. Auch das soll noch in der guten Pflanzzeit des Herbstes geschehen, sofern der Boden noch nicht gefroren ist.

Sichtachse frei halten

Bei der Stadtratssitzung hatte insbesondere Stadtrat Christian Lommer darauf gedrängt, dass diese Bäume nicht die Sichtachse für einfahrende Autos und landwirtschaftliche Fahrzeuge aus Richtung Albernhof behindern dürfen.

Der Schwarzachtal-Radweg soll ohne die Staatsstraße zu kreuzen erreichbar sein.