Jagd auf Todesfahrer von Riekofen geht weiter: Mehrere Hinweise durch Fahndungsplakate

Von Philip Hell · 26. Oktober 2024 um 15:00

Rund acht Wochen sind vergangen, seit ein Unbekannter einen jungen Mann auf der Landstraße zwischen Sünching und Riekofen (Landkreis Regensburg) überfuhr und einfach liegen ließ. Der 24-Jährige starb. Der Todesfahrer ist bis heute auf der Flucht. Was ist der Stand der Ermittlungen?

Seit gut zwei Wochen sucht die Polizei mit Fahndungsplakaten nach weiteren Zeugen des tödlichen Unfalls. Mehrere Hinweise seien bislang aufgrund der Plakate bei den Beamten eingegangen, sagt Polizeisprecherin Anna Beyer auf Nachfrage der MZ. Diese werden nun nach und nach abgearbeitet. Beyer sagt allerdings auch: „Insgesamt lässt sich feststellen, dass das Hinweisaufkommen nachgelassen hat.“

Todesfahrer von Riekofen: Polizei sucht mit Plakaten

Die Plakate hängen an belebten Orten rund um den Unfallort – allerdings auch weiter weg, beispielsweise im Regensburger Donaueinkaufszentrum (DEZ). Neben diesen Hinweisen aufgrund der Plakate liege der Schwerpunkt der Ermittler zur Zeit auf weiteren Vernehmungen. Darüber hinaus werten die Beamten weiterhin Mobilfunkdaten aus. In einem Gespräch mit der MZ hatten die Ermittler unlängst erläutert, dass alle Handydaten rund um den Tatort in der Unfallnacht ausgewertet werden. Es ist gewissermaßen die Suche nach der Nadel im Heuhaufen.

Der junge Mann wurde nach dem Unfall obduziert. Von der Untersuchung versprechen sich die Ermittler neue Ansätze. Bislang ist verhältnismäßig wenig bekannt. Inzwischen liegt das Ergebnis der Obduktion vor, es stehen allerdings noch weitere Gutachten aus.

Todesfahrer von Riekofen: Polizei sucht nach Unfall weiter nach Zeugen

Die Polizei hat mehrfach betont, in diesem Fall keinesfalls aufgeben zu wollen. Daher betont Sprecherin Beyer ganz deutlich: „Wir sind natürlich weiterhin dankbar für jegliche Hinweise aus der Bevölkerung, die zur Aufklärung der Tat beitragen können.“ Wer in der Nacht von 4. auf 5. September etwas Verdächtiges beobachtet hat, soll sich unter der Telefonnummer (0 94 82) 9 41 10 an die zuständige Polizeiinspektion Wörth wenden.

Die Beamten haben in der Vergangenheit immer wieder durchscheinen lassen, dass sie auch für die Familie weiter ermitteln, um die quälende Frage nach dem Warum zu klären. Unweit des Unfallorts haben Bekannte des toten 24-Jährigen inzwischen einen Denkmalort errichtet. Dort lodern Kerzen. Sie erinnern an ein Leben, das viel zu früh endete.