Michelsneukirchen plant neue Salzhalle und Ersatz für den Kombi des Bauhofes

Bevor sich die Gemeinderäte zur Beratung in Schulhaus trafen, ging es zur Ortsbesichtigung des Bauhofes in der Irlbergstraße, stand doch unter TOP 2 die Beratung eines eventuellen Baus einer neuen Salzlagerhalle auf der Tagesordnung.
Bauhofleiter und Gemeinderat Hans Piendl führte durch die Räume des Bauhofes. Es herrschen beengte Verhältnisse, auch nach dem der Wertstoffhof bereits ausgelagert ist, war den Wortmeldungen bei der anschließenden Sitzung zu entnehmen.
Erst muss Haushalt stehen
Fahrzeuge sind im Salzlager untergebracht, was gelegentlich auch dazu führen kann, dass Rostschäden an diesen entstehen. Es besteht Handlungsbedarf, darüber waren sich die Gemeinderäte mit Bürgermeister Christian Raab einig. Nur das wie und wann ist noch zu klären. Bis zu den Haushaltsberatungen für das Jahr 2025, Anfang des kommenden Jahres, wenn auch der Kämmerer einen Überblick über die finanzielle Situation der Gemeinde geben kann, soll Klarheit herrschen. Bis dahin erhielt die Verwaltung den Auftrag mehrere finanzierbare Lösungsmöglichkeiten zu suchen und zu finden, fasste Bürgermeister Raab den Tagesordnungspunkt zusammen.
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Der Kombi des Bauhofes, Baujahr 2011, ist in die Jahre gekommen. Es sind zwar noch keine größeren Reparaturen angefallen, war den Informationen des Bauhofleiters zu entnehmen, doch es soll rechtzeitig über eine Ersatzbeschaffung nachgedacht werden. Im Haushalt des übernächsten Jahres (2026) sollen dafür 45 000 Euro eingestellt werden. Es wird mit Anschaffungskosten für das Fahrgestell von 35 000 Euro und den Aufbau eines Herstellers vor Ort von 10 000 Euro gerechnet.
Verdienen will die Gemeinde beim Quermarkt nicht, aber sie will auch nicht draufzahlen. Daher wurden bei der vergangenen Gemeinderatssitzung die Standgebühren angepasst. Künftig müssen Fieranten fünf Euro (bisher 3,50 Euro) je laufenden Meter und eine Pauschale von 20 Euro (bisher 13 Euro) zahlen.
Einstimmig genehmigte der Gemeinderat den Neubau eines Betriebsleiterwohnhauses und die Sanierung des Bestandsgebäudes in Glöcklswies 2. Das Grundstück befindet sich im Außenbereich. Die Niederschlagswasserbeseitigung erfolgt durch Versickerung vollständig auf dem Baugrundstück, fremde Grundstücke werden hierzu nicht in Anspruch genommen. Die Zustimmung der Eigentümer der Nachbargrundstücke liegt vor.
Mit einem einseitigen Schreiben, beigefügt eine Kopie des Lageplanes, in dem eine Fläche von rund 25 Hektar rot eingezeichnet wurde, beantragte die Firma Altus GmbH aus Arnstof die Ausweisung eines Sondergebietes Solarpark Schrötting, die Aufstellung eines Bebauungsplanes und die Änderung des Flächennutzungsplanes. Doch dies war den Gemeinderäten dann doch zu dürftig. Er lehnte das Ansinnen der Arnstofer Firma rundweg ab. Nur Bürgermeister Christian Raab wollte sich mit dem Vorhaben der Firma Altus GmbH aus Arnstorf näher befassen, doch sein Gemeinderat wies den Antrag ohne weiter darüber zu beraten, ab.
Maximalgröße überschritten
Der Gemeinderat hatte sich in seiner Sitzung vom 14. Dezember 2022 eingehend mit Photovoltaik-Anlagen auf Freiflächen befasst und Richtlinien erlassen. Nach diesen Richtlinien darf zur Schonung des Landschaftsbildes bei jeder einzelnen Freiflächenphotovoltaikanlage die Anlagenfläche im Einzelnen max. 1,5 Hektar betragen.
Bürgermeister Raab rief die Gemeinderäte auf, Vorschläge für Klein-Projekte zu machen, die mit bis zu 7500 Euro durch die ILE bezuschusst werden könnten. Aus den Reihen der Gemeinderäte kamen diverse Vorschläge, so eine Überdachung vor dem Obstpress-Häuschen, neue Begrüßungstafeln an den Ortseingängen, eine Lautsprecheranlage beim Vereinsheim in Dörfling oder ein Panorama-Bilderrahmen mit Blick in den Bayerischen Wald oben am Pavillon.