Kulturgenuss für jedermann: „NovemberNebel“ inspiriert zum Neuentdecken

Von Lucia Pirkl · 18. Oktober 2024 um 15:00

Viele Klassiker und die eine oder andere Entdeckung: Die Veranstaltungsreihe „NovemberNebel“ ist der beste Beweis dafür, dass die Zeit zwischen Oktober und Dezember alles andere als trist sein muss – zumindest nicht in kultureller Hinsicht. Wieder einmal legt die Stadt Abensberg ein umfangreiches Programm vor, das sämtliche kulturellen Vorlieben bedienen dürfte.

Die ersten Veranstaltungen, wie etwa die Sonderausstellung „Zum Zug gekommen!“ über 150 Jahre Eisenbahn in Abensberg laufen bereits. Auch die Gemeinschaftsausstellung der Photogilde Aventin mit den Fotoamateuren Kaltern ist bereits vorüber (wir berichteten). Gut angenommen wurde auch die Wirtshauslesung des Bezirks Niederbayern, die am 9. Oktober im Gasthof Jungbräu war, „das war komplett ausverkauft“, freut sich Kulturreferent Niklas Neumeyer.

Komplett ausverkauft sind aber auch andere Programmpunkte, wie etwa sämtliche Vorstellungen der Gruppe Theatermix. Unter diesen Namen vereinen sich bekannte Abensberger auf der Bühne, um bekannte Sketche neu zu interpretieren. Zum Kartenvorverkauf bildete sich eine lange Schlange vor dem Jungbräu.

Kultband in Kultlocation

Ebenfalls bereits ausverkauft ist das Luis-Trinkers-Konzert anlässlich der Schließung des Centers am Samstag, 16. November. „Da trifft eine Kultband auf eine Kultlocation“, sagt Neumeyer, „das wird ein Konzert, das man mit Sicherheit nicht vergessen wird“, ist er überzeugt. Und weil die Nachfrage so groß war, hat man jetzt kurzerhand noch einen Zusatztermin am Freitag, 15. November um 21 Uhr eingeschoben. Auch hier heißt es schnell sein.

Noch gibt es aber für die anderen Programmpunkte jede Menge Karten. Theaterfreunde dürften voll auf ihre Kosten kommen, etwa beim neuen Stück von Sweet Highlights, „Das Netz vergisst nicht“ (ab 18. Oktober, 20 Uhr, Kreuzgang), beim Kinderstück „Peter Pan“ (ab 23. November, 17.30 Uhr, Theater am Bahnhof) oder beim Silvesterklassiker „Dinner for one“ (31. Dezember, 16.30, 17.30 und 18.30 Uhr, Theater am Bahnhof). Menschen, die gerne tanzen, dürften sich den Kirta-Tanz (20. Oktober, 15 Uhr, Jungbräu) oder den Bürgerball (1. Februar, 19.30 Uhr, Jungbräu) nicht entgehen lassen. Und auch Lesungen sind wieder mit dabei. Mit „eiskalte tödliche Zeiten“ legt Siegmund Reithmair seinen ersten Roman vor. „Man kennt ihn als Skibegeisterten und Autor seines Mathebuchs“, sagt Neumeyer. Nun liest er aus seinem Roman, der auf einer wahren Geschichte basiert (24. Oktober, 20 Uhr, Haus an der Mauer).

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Eine Woche später liest dann ebenfalls ein Autor aus Abensberg. Morbide geht es bisweilen in „Krammers Faktum“ zu, Ray Mohras zweitem Roman. Insofern passt das dann ja ganz gut zu Halloween (31. Oktober, 20 Uhr, Aventinum). Und auch Alma M. Ernst hat ihre Wurzeln in Abensberg. Mit ihrer Märchenlesung „Der kleine schwarze Vogel“ holt sie die Lesung nach, die im vergangenen Jahr ausfiel (16.November, 17 Uhr, Haus an der Mauer). „Es ist schön, dass die Reihe nicht nur für Abensberger ist, sondern auch mit Abensbergern“, freut sich Melanie Schlauderer, die den „NovemberNebel“ konzipiert. Auch das Musikprogramm ist durchgespickt mit Abensberger Originalen.

So ist beispielsweise Helmut Achtner wieder mit dabei, nämlich am Freitag, 8. November im Aventinum (19.30 Uhr). Und mit Dr. Vintage ist ebenfalls eine Formation aus Abensberg mit am Start, wenngleich das erste Mal im Rahmen des „NovemberNebels“. Niklas Rock belebt am 7. Dezember das Center.

Ebenfalls keine Unbekannten, aber keine Abensberger, sind Yellow Cab, die am 2. November um 19.30 Uhr im Jungbräu auftreten. Die fünf Musiker, die sich aus ihrer gemeinsamen Studienzeit am Bruckner-Konservatorium in Linz kennen, freuten sich jedes Mal wieder aufs Neue auf ihren Auftritt hier, so Schlauderer. „Teile der Bands begleiten mich in der Kulturreihe von Anfang an. Für mich ist das eine absolute Empfehlung.“

Dass der „NovemberNebel“ auch eine Brücke schlägt zwischen so unterschiedlichen Musikstilen wie beispielsweise Jazz mit dem Ingi Bjarni Quintentt, Jazz aus Island (21. Oktober, 20.15 Uhr, Center) und dem „Gleis 1 trifft Punk“ (9. November, 20 Uhr, Center), ist das Geheimnis des Erfolgs. Nach dem Motto „auch mal etwas Neues ausprobieren“ will die Reihe ihre Gäste dazu animieren, gewohntes Kulturterrain auch mal zu verlassen und den Kulturgenuss für kleines Geld ermöglichen.

Viel Weihnachtliches

Weihnachtlich wird es dann noch einmal mit der Krippenausstellung(ab 28. November, 16 Uhr, Kreuzgang), der Heiligen Nacht von Ludwig Thoma, gelesen von der bekannten Schauspielerin Monika Baumgartner (8. Dezember, 17 Uhr, St. Sebastian-Kirche in Sandharlanden), der „liaben Weihnachtsgschicht“ (15. Dezember, 17 Uhr, Theater am Bahnhof) oder dem Machado Quartett mit „Hayden, Hirten, Hollywood“ (26. Dezember, 20.15 Uhr, Aventinum). Mehr Termine gibt es im Internet.

Drei Monate lang Kultur satt:Reihe: Neben den „FrühlingsGefühlen“ ist auch der „NovemberNebel“ eine Veranstaltungsreihe, die von der Stadt konzipiert und auch co-finanziert wird. Kultur soll für jeden erlebbar sein, auch mit kleinem Geldbeutel.

Veranstaltungen: Mehr zu den Veranstaltungen, zum Kartenvorverkauf oder den jeweiligen Eintrittspreisen ist in der Broschüre, die überall ausliegt oder online auf www.abensberg.de/kalender unter „NovemberNebel“ zu finden.

Niklas Neumeyer, Melanie Schlauderer und Bernhard Resch freuen sich über das abwechslungsreiche Programm.
Das Machado Quartett beschließt musikalisch Weihnachten am 26. Dezember. Foto: Machado Quartett