Lisa Vogl aus Rötz war beim Jugendempfang des bayerischen Ministerpräsidenten in München

Von Stefanie Bauer · 17. Oktober 2024 um 11:00

In den Kaisersaal der Residenz München dürfen meist nur hochrangige Staatsoberhäupter – es ist also ein Zeichen großer Wertschätzung, wenn man dorthin eingeladen wird.

Das gilt unzweifelhaft auch für die fast 400 Gäste, die zum Jugendempfang des bayerischen Ministerpräsidenten geladen waren: Jeder Einzelne der jungen Erwachsenen macht sich im Ehrenamt für die Gesellschaft stark. So wie Lisa Vogl. Die 25-Jährige ist die erste Kinderfeuerwehrbeauftragte im Landkreis Cham und zuständig für den Inspektionsbereich Waldmünchen, zu dem 42 Feuerwehren zählen. Sie ist damit Ansprechpartnerin für die Kinderfeuerwehren in Rötz, Waldmünchen, Tiefenbach und Schönthal sowie die dazugehörigen Ortsfeuerwehren.

Gelegenheit zum Austausch

Grundsätzlich, erklärt Lisa Vogl, habe sich jeder Jugendliche bis 27 Jahre, der sich ehrenamtlich betätigt, für diesen Empfang bewerben können. „Danach wurden die Bewerbungen gesichtet und die Teilnehmer entsprechend eingeladen.“

Durch ihre Tätigkeit bei der Feuerwehr Rötz als auch als Inspektionskinderfeuerwehrbeauftragte habe sie sich wohl für den Empfang „qualifiziert“. Die Ehrenamtlichen hatten an diesem Tag sogar die Gelegenheit, sich mit Sozialministerin Ulrike Scharf und Ministerpräsident Markus Söder, die beide vor Ort waren, im Gespräch auszutauschen. „Beide haben sich je eine Stunde Zeit genommen, um in den direkten Austausch mit den ehrenamtlichen Jugendlichen zu gehen und sich deren Wünsche und Sorgen anzuhören“, erzählt Lisa Vogl.

Verschiedene Workshops

Gleich zu Beginn habe es einige Meinungsumfragen zu Wertschätzung, Möglichkeiten sich einzubringen und weiteren Themen gegeben, berichtet die 25-Jährige, aber auch zu Organisation und in welchem Regierungsbezirk die Anwesenden tätig seien. Im Anschluss wurden die Ergebnisse gleich mit der Sozialministerin diskutiert.

Beim Austausch mit Ulrike Scharf als auch dem Ministerpräsidenten standen vor allem Themen wie der Bürokratieabbau und die Erhöhung der Fördermittel, auch anlässlich der hohen Inflation, im Vordergrund, berichtet Lisa Vogl. Auch die Wertschätzung käme immer noch zu kurz und die Arbeit der Ehrenamtlichen würde nicht genügend von den Politikern gesehen, so die Meinung der Masse. In drei verschiedenen Workshops seien Punkte zu Hürden im Ehrenamt, Verbindung über die verschiedenen Organisationen hinweg als auch Wünsche an die Politik erarbeitet und anschließend Dr. Söder vorgetragen worden.

Dieser habe zu den Meinungen der Workshopteilnehmer anschließend Stellung bezogen und versprochen, sich auch persönlich für die Anliegen einzusetzen. Außerdem habe es, so Lisa Vogl, viele Infostände zu verschiedenen Organisationen wie THW, Bundesjugendring, zum Thema Inklusion und Vermeidung von Rechtsextremismus gegeben. Der Ministerpräsident habe sich persönlich bei allen bedankt, die sich ehrenamtlich einbringen. „Er meinte, müsste man diese Arbeit entlohnen, würde das den Haushalt jährlich 10 Milliarden Euro kosten.“

Außerdem habe er in großem Maß die Arbeit der Feuerwehren gelobt und deren große Leistungsbereitschaft in der Freizeit, zu jeder Tages- und Nachtzeit, auszurücken. Zusammenfassend könne man sagen, dass diese Veranstaltung ein Zeichen der Wertschätzung von Seiten der bayerischen Regierung gewesen sei, findet Lisa Vogl, darauf habe Söder auch noch mal besonders hingewiesen. Positiv habe sie auch gefunden, dass die vorgebrachten Sorgen und Kritikpunkte ernst genommen worden seien und, sowohl von Scharf als auch von Söder, versprochen worden sei, diesen Punkten ihr Augenmerk zukommen zu lassen.

Aufgaben als Kinderfeuerwehrbeauftragte

Ansprechpartnerin: Als Beauftragte für die Kinderfeuerwehren im KBI-Bereich Waldmünchen, zu dem 42 Feuerwehren zählen, ist Lisa Vogl Ansprechpartnerin für die Kinderfeuerwehrbeauftragten der zugehörigen Ortswehren.

Organisation: Sie unterstützt die Organisation bei Veranstaltungen wie der Feuerwehrolympiade oder nimmt Abzeichen ab, gibt Informationen aus dem Landesfeuerwehrverband weiter und ist bei der Gründung neuer Kinderfeuerwehren behilflich.