Zur Anschubfinanzierung für Langzeitarbeitslose: Die Arbeit belohnen

Die Kritik ist beißend an der Anschubfinanzierung für Langzeitarbeitslose. Dabei krankt die Debatte daran, dass alle in einen Topf geworfen werden. Ein Standpunkt von Christian Eckl.
Die Linken kümmern sich stets nur um die Schwächsten im System, die Kinder, die später allzu oft keinen Weg aus dem Sozialsystem finden. Die Rechten glauben, Bürgergeld-Empfänger sind einfach faul. Aber es gibt auch die Alleinerziehende, die zwei Kinder versorgt und aufstockt. Das ukrainische Paar, das sich hierzulande noch nicht zurecht gefunden und andere Sorgen hat. Ja, es gibt auch den 25-Jährigen, der schwarz arbeitet, das Bürgergeld kassiert und sich einen schönen Lenz macht.
Richtig ist: In diesem Land darf nicht jener der Dumme sein, der arbeitet. Insofern ist die Prämie ein richtiges Instrument, denn sie belohnt Arbeit, während all jene härter angefasst werden, die sie ablehnen. Aber: Statt immer höhere Sozialabgaben und Steuern zu kassieren, sollte der desaströsen wirtschaftlichen Lage auch eine Anschubfinanzierung entgegen gesetzt werden, die Arbeit günstiger macht – und die sich für Arbeitnehmer und Arbeitgeber auszahlt, statt immer mehr Steuergelder zu verteilen.