In Furth im Wald steppte beim Kneipenfestival mit neun Bands in acht Lokalen der Bär

Von Alexander Frimberger · 4. Oktober 2024 um 15:00

Vor der achten Auflage des beliebten Kneipenfestivals, das immer in der Nacht vor dem Tag der Deutschen Einheit stattfindet, war die Aufforderung „gemma furth“ wohl besonders laut bis in den Landkreis hinein geklungen.

Schon früh am Abend füllten sich die Lokale, später gab es teilweise kein Durchkommen mehr.

Die Mischung macht’s, heißt es gemeinhin. Das hat sich auch am 2. Oktober wieder bestätigt, denn: Jung und Alt waren gleichermaßen auf den Beinen, Volksmusikfans ebenso wie Freunde der rockigen Töne.

Gute Musik, bestes Essen

Schon am späten Nachmittag war an der Hammerschmiede, Vereinslokal des Trachtenvereins Pastritztaler, kein Parkplatz mehr zu bekommen. Drinnen drängte sich ein bestens aufgelegtes Publikum Schulter an Schulter im kleinen Saal. Immer mehr Gäste steckten den Kopf zur Tür herein, und zum Erstaunen des Betrachters konnte man immer noch ein Stück zusammenrutschen und Platz für Gleichgesinnte machen. In der gemütlichen Runde sorgten die Geschwister Vogl und die Formation Fei schej mit Humor und traditioneller Volksmusik für gute Unterhaltung.

Abstecher ins Restaurant LGM Mirage, wo die Formation vier-tell-four mit einem bunten Mix queer durch alle Genres für Stimmung sorgte. Zunächst hatten die Bedienungen viel zu tun, die hungrigen Gäste zu versorgen, später wurden die überschüssigen Kalorien auf der Tanzfläche wieder abgearbeitet. Ähnliches Bild im Restaurant des Tagungszentrums. Gewohnt gekonnt zauberte die Küche um das Team von Daniel Siegl kulinarische Köstlichkeiten auf die Teller. Gelöste Stimmung bei den Gästen und ein sympathischer und professioneller Auftritt der beiden Vollblutmusiker Markus und Steff.

Klein, aber oho, das trifft sicher auf das Café Korherr zu. Das tat der Stimmung natürlich keinen Abbruch, im Gegenteil: Gestärkt von Gulaschsuppe oder Baguettes feierten die Gäste am Bayplatz mit der Formation Breitmeier. Es gab Austropop, Schlager und mehr: Ideal für alle, die gerne in Erinnerungen schwelgen und mitsingen wollen.

Die Haare der Old Hippies sind nicht mehr so lang wie in früheren Zeiten, dafür ist die Musik jung geblieben, auch weil sie von der Band routiniert und mit Spaß an der Sache vorgetragen wurden. Das Publikum im voll besetzten Mocca dankte es mit begeistertem Applaus. Kulturamtsleiterin Karin Stelzer, die für das Kneipenfestival verantwortlich zeichnet, trifft man an diesem Abend an vielen Orten. Zum Beispiel vor dem V.I.P.: Drinnen zündet Genial Fatal ein musikalisches Feuerwerk, draußen drängen sich unzählige Besucher um eine kleine Bar, über der ein wärmender Heizstrahler hängt: „Es ist unfassbar schön, dass so viele Leute unserer Aufforderung gemma furth gefolgt sind“, sagt Stelzer und ergänzt: „Es freut mich natürlich zu sehen, dass viele Feierlustige aus der Region gekommen sind.“ Abstecher zum Rathauskeller: Das Two Many Guitars Trio rockt die Bühne, das Lokal ist bis auf den letzten Platz besetzt, die Stimmung ausgelassen.

Kaum ein Durchkommen

Das gilt auch für das Gasthaus Stangerl. Schon am Eingang ist kaum noch ein Durchkommen, die Bedienungen haben im wahrsten Sinne des Wortes alle Hände voll zu tun. Auf der Bühne spielt die Kapelle Wahnsinn. Genau dieses Wort verwendet Stelzer, die auch diese Station noch mitgenommen hat. „Wahnsinn, das motiviert uns natürlich für das 9. Kneipenfestival gemma furth.“

Martin Vogel, alias DJ Bi(e)rdy, legte zu später Stunde noch im Brauhouse von Tobias Baumann auf.
Die Old Hippies: In die Jahre gekommen, aber immer noch super
Genial fatal hielt, was es auf dem Bandlogo verspricht: „Echt kultig“
Markus und Steff im Restaurant Siegls
Das Wirtshaus Hammerschmiede war voll besetzt
Fei schej spielten „fei schej“
Auch zu fortgeschrittener Stunde war die Bar vorm V.I.P. noch gut besucht
Die Kapelle Wahnsinn im überfüllten Gasthof Stangerl.
Daniel Siegl zaubert in der Küche.
Gute Laune herrschte auch im Café Mocca.
Klein aber fein: DIe Bühne im Café Korherr
Auch im Rathauskeller gab es Live-Musik auf die Ohren