Entgelte für das Marienheim in Neunburg steigen wohl weiter – Erweiterungsbau geplant

Von Renate Ahrens · 3. Oktober 2024 um 11:00

Die Finanzen der Spitalstiftung Neunburg mit der Senioren- und Pflegeeinrichtung Marienheim waren Thema der vergangenen Stadtratssitzung – vor allem im Hinblick auf die geplante Erweiterung.

Georg Schmid, Stadtrat und Beauftragter der Spitalstiftung, stellte die Zahlen vor. Insgesamt könne die finanzielle Situation der Spitalstiftung als geordnet betrachtet werden, so Schmid. Ihren Verpflichtungen konnte sie jederzeit ohne Unterstützung der Stadt nachkommen. Der Wirtschaftsplan 2024, der verabschiedet wurde, schließt im Erfolgsplan in den Erträgen und Aufwendungen mit 5,4 Millionen Euro und im Vermögensplan in Einnahmen und Ausgaben mit 1,22 Millionen Euro.

Nun ist ein Erweiterungsbau mit 15 neuen Bewohnerzimmern und drei Aufenthaltsräumen geplant. Zudem soll im im Laufe der nächsten Jahre – Zug um Zug – die Herstellung der vollständigen Barrierefreiheit der bestehenden Räume erfolgen. Eine Darlehensaufnahme für diese geplanten Investitionen für 2024 sei in Höhe von 600.000 Euro erforderlich, erläuterte Schmid.

Heimbetrieb soll so wenig wie möglich beeinträchtigt werden

Die Umsetzung ist in vier Bauabschnitten vorgesehen, die sich über mehrere Jahre hinziehen werden. Der Heimbetrieb soll so wenig wie möglich beeinträchtigt werden, betonte Schmid. Der Schuldenstand der Stiftung zum Ende des Jahres 2023 beträgt rund 9.350.000 Euro.

Erfreulich sei laut Schmid die Vollbelegung des Marienheims und die weiterhin hohe Nachfrage. Die Fachkraftquote sei übererfüllt – es sei also genügend Personal vorhanden. Die Energiekosten konnten durch die Eigenstromversorgung eingespart werden. Allerdings könne man einen starken Anstieg der laufenden Betriebskosten verzeichnen. Auch den allgemeinen Fachkräftemangel betrachte man mit Sorge. „Mit einem weiteren Anstieg in den kommenden Jahren ist zu rechnen“, so Schmid. All das führe letztendlich dazu, dass die Heimentgelte weiter steigen würden, um die Ausgaben auch finanzieren zu können. Zurzeit gebe es insgesamt 83 Pflegeplätze.

Auch die Neunburger Stadtwerke waren Thema

Auf der Tagesordnung standen auch die Stadtwerke Neunburg vorm Wald, eine Tochtergesellschaft der Stadt. Der Werkleiter wurde beauftragt, nach Einholen von mindestens drei Angeboten ein Kommunaldarlehen zur Umschuldung eines bestehenden Darlehensvertrags, bei dem die Zinsbindung ausläuft, in Höhe von 706.000 Euro aufzunehmen. Außerdem hat das Landratsamt die Übernahme einer Ausfallbürgschaft durch die Stadt Neunburg zugunsten der Stadtwerke von 603.000 Euro erteilt. Der Betrag ist zur Finanzierung von Investitionen im Rahmen des Netzausbaus erforderlich. Man hoffe außerdem auf eine Förderung.

Auch Personalangelegenheiten im Rathaus wurden besprochen. Weil der bisherige Leiter des Standesamts, Peter Gillitzer, in den Ruhestand ging, wurde sein Stellvertreter Werner Schneeberger zum Leiter bestellt. Karin Trackmann ist nun seine Stellvertreterin. Außerdem ernannte man die Verwaltungsangestellte Renate Jeter zur Standesbeamtin.

Stadtrat Walter Drexler bekam von Bürgermeister Martin Birner die Ehrenamtskarte in Gold überreicht. Birner bedankte sich bei Drexler für 22 Jahre Ehrenamt im Stadtrat und für zwölf Jahre als Ortssprecher. Zudem ist Drexler Beauftragter für Tourismusangelegenheiten. Die Ehrenamtskarte ist in Bayern unbegrenzt gültig und bietet viele Vergünstigungen.