Erich Schneider erhält Verdienstmedaille in Silber des Landkreises Kelheim – „Ich wusste von nichts“

Die Überraschung war gelungen. „Ich hatte keine Ahnung“, sagte Erich Schneider. Seit Montag, 30. September 2024, trägt der 76-Jährige aus Rohr die Verdienstmedaille in Silber des Landkreises Kelheim. Die Auszeichnung wurde ihm für seine Verdienste um den Sport und die Gemeinschaft verliehen.
Zu Beginn der Kreistagssitzung am Montag nahm Landrat Martin Neumeyer die Ehrung vor. Schneider war unter dem Vorwand eines Fototermins ins Landratsamt Kelheim gelockt worden. „Bis zum Schluss hat die Geheimhaltung geklappt“, schmunzelte der Bäckermeister in Ruhe, „ich bin sogar ein bisschen aufgeregt.“
Der Landrat, der Schneider für die Ehrung vorgeschlagen hatte, hielt die Laudatio. „Dein Engagement und deine Hingabe im Dienst der Gemeinschaft und vor allem im Sport in unserer Region ist kaum zu übertreffen“, sagte Neumeyer. Damit habe sich der Rohrer in „außergewöhnlicher Art und Weise“ im Landkreis verdient gemacht – die seltene Auszeichnung sei ein Ausdruck der Dankbarkeit.
An der Spitze des BLSV-Kreises
Seit über 25 Jahren wirkt Erich Schneider als Kreisvorsitzender im BLSV (Bayerischer Landessportverband), verbunden mit „unzähligen Stunden deiner Zeit“, so der Landrat, zur Förderung von Sport und Vereinen. Diese Arbeit stärke auch das soziale Beisammensein. Ganze 40 Jahre war Schneider an der Spitze der bayerischen Sportjugend im BLSV-Kreis.
Und fast 60 Jahre (1965) ist es her, dass er sein erstes Amt beim TSV Rohr übernahm, dort als Jugendbetreuer. Mit Ausflügen und anderen Freizeitaktivitäten förderte er schon damals den Zusammenhalt junger Menschen über den eigentlichen Sport hinaus, erwähnte der Landrat. Schneider sei mit seiner „Hingabe und dem unermüdlichen Einsatz“ ein Vorbild für alle. „Die Zukunft des Sports im Landkreis Kelheim hängt maßgeblich von Menschen wie dir ab.“
Eine Amtsperiode will er noch anhängen
Die Verdienstmedaille in Gold stellte Neumeyer dem 76-Jährigen schmunzelnd in Aussicht, wenn er seinen Vorgänger als BLSV-Kreisvorsitzenden, Hansgünther Philipp, in der Amtszeit – 31 Jahre – übertreffe. Das könnte hinkommen, denn Schneider sagte zur MZ: „Bis 2027 läuft die jetzige Amtsperiode. Wenn ich gesund bleibe, trete ich nochmals zur Wahl an.“
Seine Jahrzehnte des Engagements begründete er „mit der Freude am Ehrenamt und an den Menschen. Es macht Spaß, etwas voranzubringen.“ Neben den Kreisräten im Saal gratulierten auch BLSV-Bezirksvorsitzender Otto Baumann und Mitglieder des BLSV-Kreisvorstands.
