Regensburgs erste Radlroute ist fertig: Bitte schnell mehr davon!

Seit Jahren arbeitet die Stadt daran, ein Hauptroutennetz für Radfahrer zu schaffen. 172 Kilometer soll dieses System einmal lang sein. Jetzt ist der erste Abschnitt mit etwa zehn Kilometern Länge fertig. Unserer Autorin kommentiert das so.
Die Tour auf der ersten Radlroute ist ohne Frage ein Genuss. Wer aber davon abfährt, steht sofort wieder bei Rot im Verkehrslärm, auf unmittelbar endenden Radwegen oder geht anderen Verkehrsteilnehmern auf die Nerven. Deswegen muss der Rest des Netzes schnell folgen.
Denn die Radlrouten haben weit mehr Potenzial, als den in Regensburg allgegenwärtigen Konflikt zwischen Rad- und Autofahrern sowie Fußgängern zu entzerren. Weil der Weg zwischen Sinzing und dem Stadtosten im Auto gerade zur Rush-Hour eine Qual ist, könnte schon die erste Teilstrecke Menschen zum Umsteigen aufs Rad bewegen – mit jedem Kilometer mehr im Radwegenetz könnten weitere Folgen. Um aber Schlagkraft in Richtung Verkehrswende zu entwickeln, braucht es das gesamte Radlrouten-System.
Und so ist der erste Abschnitt auch ein riesiges Versprechen: Denn dass die Stadt weiß, wie so etwas gelingt, hat sie jetzt gezeigt.