Marianne Schieder will es noch mal wissen: SPD wählt sie zur Direktkandidatin für die Wahl 2025

Marianne Schieder wurde am Samstag im Freizeitzentrum in Bruck von den SPD-Delegierten einstimmig zur Direktkandidatin für die Bundestagswahl 2025 im Wahlkreis 233 Schwandorf gewählt. Das Wahlergebnis wurde von den 34 Delegierten mit lang anhaltendem Beifall aufgenommen.
Zusammen mit Peter Wein und Sandra Richthammer wurde Schieder zudem auch zur Delegierten zur Landesvertreterversammlung gewählt. Geleitet wurde die Veranstaltung von Ismail Ertug, der von 2009 bis 2013 die Oberpfalz und Niederbayern als Abgeordneter im europäischen Parlament vertreten hatte.
Mit 62 noch voller Energie
In ihrer Bewerbungsrede begründete Schieder, die bereits seit 2005 den Wahlkreis Schwandorf, zu der auch der Landkreis Cham und die Verwaltungsgemeinschaft Wörth an der Donau gehören, im Bundestag vertritt, ihre erneute Kandidatur. Ihre Entscheidung, wieder anzutreten, sei eine wichtige Weichenstellung für den Wahlkreisbezirk. Es mache für ihn nämlich einen erheblichen Unterschied, ein Bundestagsmandat zu haben oder nicht.
Auch mit 62 Jahren fühle sie sich noch fit und voller Energie. Sie habe immer noch viel Freude an ihrer Arbeit und es mache ihr Spaß, für den großen Wahlkreis unterwegs zu sein. Sie sei bereit zu kämpfen, wie die Kandidatin ankündigte. Mit Blick auf die aktuelle politische Stimmung im Land sagte sie, die Arbeit im Bundestag sei besser als ihr Ruf. Es sei viel geleistet und geschafft worden. Man müsse es nur besser darstellen. Es gebe keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Die SPD sei die einzige Volkspartei, die sich für eine tarifgerechte Bezahlung einsetze. Und mit Blick auf die Lebensarbeitszeit sagte sie: „Wer in Zukunft nicht bis 70 arbeiten will, muss SPD wählen.“
Schieder: „Den Populisten nicht auf den Leim gehen“
Im gleichen Atemzug kritisierte sie den Sozialneid und den Ausländerhass, der von verschiedenen Seiten in die Bevölkerung hineingetragen werde. In diesem Zusammenhang betonte sie, man dürfe den Populisten nicht auf den Leim gehen. Schwierige Sachverhalte könne man nicht mit einem einzigen Slogan darstellen. Das sei die Masche der AfD.
Bereits vorher gaben die beiden Kreisvorsitzenden aus Schwandorf und Cham, Peter Wein und Monika Friedl sowie der ehemalige Europaabgeordnete Ismail Ertug, klare Plädoyers für eine erneute Kandidatur Schieders ab. „Seit vielen Jahren hat sie gezeigt, dass sie es kann. Wir wissen, welche Qualitäten sie hat“, so Wein und ließ ein Zitat des ehemaligen Landrats Volker Liedtke folgen: „Sie schaut den Leuten aufs Maul, ohne ihnen nach dem Mund zu reden.“
„Wir brauchen keine Schwaller, die uns das Blaue vom Himmel herunterlügen. Deshalb seids g'scheid und wählts die Marianne heid“, so der Appell von Monika Friedl. Ismail Ertug sagte, Marianne wisse, an wen sie sich richten müsse, um für ihre Heimat etwas zu erreichen.
Bereits seit 19 Jahren MdB
Seit 2005 vertritt Marianne Schieder den Wahlkreis Schwandorf im Deutschen Bundestag. Sie ist Geschäftsführerin der Landesgruppe Bayern in der SPD-Bundestagsfraktion und ordentliches Mitglied in den Ausschüssen für Kultur und Medien sowie für Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung.
Darüber hinaus ist sie Mitglied im Ältestenrat und arbeitet in der SPD-Fraktion in diversen Arbeitskreisen und Arbeitsgemeinschaften, unter anderem im Bereich Urheberrecht, Kommunalpolitik, Bürgerliches Engagement, Kirchenpolitik und in der AWO-Parlamentariergruppe.
Zudem ist sie Mitglied der deutsch-israelischen, der deutsch-kanadischen und der deutsch-polnischen Parlamentariergruppe. In den parlamentarischen Gruppen „Bahnlärm“ und „Schienenverkehr“ kümmert sie sich um Angelegenheiten rund um die Deutsche Bahn.