Peta fordert Verbot der Regensburger Dackelparade: So reagieren die Veranstalter

Bald ist es soweit: Am 22. September dackeln die bislang 1300 angemeldeten Vierbeiner samt Herrchen auf der Dackelparade durch die Regensburger Innenstadt. Was die Dackelmuseumsgründer als „Zeichen der Lebensfreude“ feiern wollen, ist der Tierschutzorganisation Peta jedoch ein Dorn im Auge. Der Veranstalter sieht’s gelassen.
„Dackel sind Qualzuchten“, heißt es in einer Mitteilung. Und das bedeute: Tierleid. Darum fordert Peta ein Verbot für die Dackelparade, „die mit dem Tierschutz nicht vereinbar ist“, argumentieren die Tierschützer, die sich eigenen Angaben zufolge bereits an das Veterinäramt in Regensburg und die Stadtverwaltung gewandt haben.
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Botschaft der Parade in der Kritik
„Dackel leiden, weil wir Menschen über Jahrhunderte ihren Körperbau und das Aussehen unseren Bedürfnissen und Vorlieben angepasst haben und entschieden haben, wie sie aussehen sollen“, so Jana Hoger, Fachreferentin für Tierische Mitbewohner bei Peta.
Die Dackelparade setze in ihren Augen ein falsches Signal. „Mit der Dackelparade wird Menschen suggeriert, dass es in Ordnung sei, Tiere zu vermehren, die oftmals frühzeitig sterben oder einen langen Leidensweg haben.“
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Darüber hinaus sei auch die Anreise Stress für die kurzbeinigen Hunde. „Wird die Veranstaltung nicht frühzeitig verboten, fordern wir scharfe Kontrollen durch die zuständigen Behörden und einen Ausschluss von Tieren, deren Qualzuchtmerkmale entsprechend ausgeprägt sind“, macht Jana Hoger deutlich.
Dackelfans feiern „Fest der Freude“ in Regensburg
Die Veranstalter Oliver Storz, Moritz Hickl und Seppi Küblbeck indes wollen mit der Parade ein „Fest der Freude“ feiern und dabei die kulturelle Bedeutung des Vierbeiners für Bayern und Deutschland in den Vordergrund rücken.
Von den Vorwürfen der Tierschützer lässt sich Seppi Küblbeck nicht aus der Ruhe bringen: Es gebe bei sämtlichen Anlässen Menschen, die Einwände vorbringen würden. So eben auch bei der Dackelparade. Aber: „Das Positive überwiegt!“ Er als Veranstalter würde ganz viel Zuspruch bekommen. Zusammen mit Tausenden Teilnehmern freut er sich – ganz entspannt – schon jetzt auf die Parade am Sonntag.