Frank Baumgartner ist zurück im BBW Abensberg

Der Neue ist seit einigen Tagen da: Frank Baumgartner hat den Posten als Nachfolger von Walter Krug als Gesamtleiter des Berufsbildungswerks (BBW) angetreten. Trotzdem ist er für Einige ein guter alter Bekannter in Abensberg.
Gillamoos-Montag war der erste Arbeitstag für den 47-jährigen Pentlinger als Chef der wichtigen Bildungseinrichtung in der Stadt. Seither gehe es ohne Überstunden kaum einmal. Der typische Arbeitstag beginne gegen 8 Uhr und Ende selten vor 19 Uhr. Auch danach sei es normal, hin und wieder seine Mails zu kontrollieren.
Ein neues Gesicht im BBW ist er allerdings keines. Von 2003 bis 2018 hat der studierte Sozialpädagoge schon einmal dort gewirkt, bis er dann als Leiter des Kinderzentrums ST. Vincent nach Regensburg ging. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Uni in der Domstadt erfuhr er seinerzeit von Forschungsprojekten am BBW, die sein Interesse weckten. Mitarbeiter dafür wurden gesucht, er bewarb sich. Letztendlich schaffte er es bis zum Posten eines Abteilungsleiters.
Ein Anruf von Michael Eibl
Beworben habe er sich weder im St. Vincent noch im BBW als Chef. Michael Eibl, Direktor der Katholischen Jugendhilfe, die beide Einrichtungen betreibt, habe ihn jeweils gefragt, ob er es machen wolle. Zwar habe er nie offensiv die Rückkehr ins BBW angestrebt, lang überlegt habe er aber nicht, als ihn Eibl vor Jahresfrist angerufen hatte. Das sei ja Ausdruck einer großen Wertschätzung gewesen. „Innerlich habe ich sofort zugesagt, am Telefon dann einen Tag später.“
Eine klassische Übergabe durch seinen Vorgänger habe es zwar keine gegeben, aber regelmäßigen Kontakt. „Es ist ein großer Segen, dass wir uns gut kennen“, betont der zweifache Familienvater. War doch Krug in Baumgartners ersten Zeit am BBW dessen Chef.
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An seiner jetzigen Wirkungsstätte „ist mir noch vieles vertraut, auch kenne ich eine Reihe von Menschen“. Aber laut Baumgartner verändere sich in einem Berufsbildungswerk allein in einem einzigen Jahr so viel, dass er sich sehr wohl erst einmal eingewöhnen müsse. Er versuche, so schnell es eben gehe die Einrichtung in ihrem jetzigen Zustand kennenzulernen. Er rede mit Führungskräften, besuche Werkstätten.
Die Möglichkeit, sich auf einmal vielen vorzustellen, habe er bei der Betriebsversammlung, die in diesen Tagen anberaumt sei. Wobei ja eigentlich das Zuhören seine große Stärke sei. Und deshalb will Baumgartner, dass sein Büro links vom Foyer des Hauptgebäudes des BBW für die betreuten Jugendlichen offen ist. In seiner früheren Wirkungsstätte habe sich das so eingebürgert und er hoffe, dass sich dass auch in Abensberg so entwickle, dass die jungen Menschen bei Problemen bei ihm anklopfen.
Hervorragende Arbeit
Der Chef wirft einen zufriedenen Blick auf das BBW. Er finde, dass dort eine hervorragende Arbeit geleistet werde, so dass er als neuer Leiter keinen Grund habe, grundlegende Änderungen anzustoßen.
Sicherlich habe er aber Ideen, wohin er das BBW hinentwickeln wolle, allerdings sei es jetzt noch viel zu früh, um darüber zu reden. „Geben sie mir zumindest die klassischen hundert Tage“, sagt er zum MZ-Reporter. Wobei einige wichtige Themen auf der Hand lägen. Auch das BBW habe mit dem Fachkräftemangel zu kämpfen und die Haushaltssituation werde in den kommenden Jahren nicht so einfach sein.
Sein beruflicher Weg habe sich schon relativ früh abgezeichnet. Er habe gemerkt, dass er gerne mit Menschen arbeite. Das habe sich während freiwilligem Jahr und Zivildienst noch verstärkt. Sein erster beruflicher Einsatz nach dem Studium sei in einem betreutem Einzelwohnprojekt gewesen, bevor es dann an die Uni ging.