Letzte Generation blockiert am Wochenende das Parkhaus am Regensburger Dachauplatz

Schlechte Nachrichten für Autofahrer: Die Letzte Generation wird am Samstag auf dem Dachauplatz in Regensburg demonstrieren. Dadurch kann das dortige Parkhaus nicht angefahren werden.
Die Aktivisten wollen von 12Uhr bis etwa 19.30 Uhr demonstrieren, wie Simon Lachner, Sprecher der Letzten Generation, der MZ sagt. Der Protest vor dem Rewe-Supermarkt wird von der Klimaschutzgruppe als „Ungehorsame Versammlung“ bezeichnet. „Es soll eine Art Mahnmal werden“, sagt Lachner. „Wir wollen die Klimakatastrophe in der Stadt sichtbar machen.“
Den Dachauplatz haben die Aktivisten dabei nicht zufällig ausgewählt. „Es ist ein belebter Platz, wir werden versuchen mit Passanten ins Gespräch zu kommen“, sagt Lachner. Noch wichtiger allerdings: „Die Stadt plant derzeit ja ein Parkhaus am Unteren Wöhrd.“ Die Letzte Generation sei entschieden gegen das Projekt, weil es in einer Frischluftschneise gebaut werden soll. Mit dem Protest vor dem Parkhaus am Dachauplatz wolle man einen Bezug zu dem Vorhaben am Unteren Wöhrd herstellen.
Runder Tisch: Anwohner sollen über Verkehr diskutieren
Die Aktivisten planen zudem eine Art Runden Tisch, an den sie Anwohner einladen möchten. Dort soll über die Verkehrssituation am Dachauplatz gesprochen werden. Zudem demonstrieren die Aktivisten auch gegen einen Flughafen bei Kassel, sagt Lachner. Dieser werde kaum genutzt – aber mit viel Steuergeld subventioniert. Dort werde die Letzte Generation demnächst einige Wochen demonstrieren. Für Lachner steht fest: „Wir müssen die sozialgerechte Klimawende schaffen.“ Das Geld für den Flughafen sei beispielsweise besser investiert, würde man es in einen günstigeren ÖPNV stecken. „Wir verbrennen das Geld – buchstäblich.“
Die Stadt teilte auf Anfrage mit, dass noch keine Versammlung angezeigt wurde. Markus Eckl von der Polizeiinspektion Regensburg Süd bestätigt, dass die Zufahrt zum Dachauplatz-Parkhaus am Samstagnachmittag nicht möglich sein wird. Der Verkehr werde umgeleitet, so Eckl weiter. Die Umleitung soll über den Minoritenweg führen. Derzeit wird dort noch gebaut, die Arbeiten sollen allerdings laut Eckl bis zum Wochenende abgeschlossen sein. Dennoch steht dem Polizeibeamten zufolge fest: „Es wird bestimmt zu Verkehrsbehinderungen kommen.“