Zivilcourage, keine Nötigung: Kommentar zu den Anzeigen nach der Brücken-Blockade

Gegen etwa 15 Regensburger wird ermittelt, weil sie eine höchst umstrittene Demo blockiert haben. MZ-Autor Philip Hell meint: Das war keine Nötigung, das war Zivilcourage.
Am 7. Oktober 2023 hat sich die Regensburger Stadtgesellschaft einem zwielichtigen Aufzug in den Weg gestellt. Menschen aus den unterschiedlichsten Gruppierungen standen Schulter an Schulter und verhinderten, dass die Demo auf ihr Lieblings-Feindbild Ricarda Lang trifft. Man mag sich nicht ausmalen, was passiert wäre, wären die Demonstranten auf Lang geprallt. Das war keine Nötigung, das war Zivilcourage.
Fast ein Jahr später hagelt es Anzeigen. Die Rechten flüchten sich also mal wieder in die Opferrolle. Die Wahrheit ist: Diese Stadt hat etwas dagegen, wenn Demonstranten, die teilweise aus Sachsen angekarrt wurden, über die Steinerne Brücke marschieren wollen. Das ist gut so. Regensburg ist und bleibt bunt!