Millionen-Projekt in Roding: Sanierung von Hallenbad und Sporthalle kommt gut voran

„Es läuft super auf der Baustelle“, erläutert Christoph Serwuschok, Leiter der Hochbauverwaltung im Landratsamt Cham, über die Generalsanierung des Kreishallenbades und der im gleichen Gebäude darüberliegenden Realschul-Turnhalle in Roding. Mitte kommenden Jahres sollen die umfangreichen Arbeiten abgeschlossen sein, „wir liegen sehr gut im Zeitplan“, freut sich Serwuschok.
Ein Lob geht an die ausführenden Firmen, die meisten davon aus der Region, die seit dem Spatenstich „sehr gut und schnell arbeiten“ würden. Die Entkernung des Gebäudes und der Rückbau sind mittlerweile abgeschlossen, die Lüftung vorinstalliert, die neuen Umkleide- und Sanitärräume fast fertig. Nächste Woche folgt der Putz, im September kommen die Fenster, „dann sieht man richtig, wie viel schon gemacht worden ist“, erläutert Serwuschok.
Kompletter Umbau
Der Komplett-Umbau gliedert sich grob in drei Bereiche. Durch rollstuhlgeeignete Parkplätze nahe am Haupteingang, einen Aufzug und barrierefreie Umkleiden sowie einen mobilen Beckenlift werden das Kreishallenbad und die Sporthalle künftig barrierefrei nutzbar sein.
Mit dem Einsatz einer Photovoltaik-Anlage (ungefähr 90 kWp Leistung zur Eigenversorgung) in Kombination mit Flächenheizungen, Lüftungsanlagen, einer Wärmepumpe und Gebäudeautomation wird das Gebäude auch hinsichtlich der Haustechnik auf einen zukunftsfähigen Stand gebracht.
Energetisch wird das Gebäude durch die Dämmung der Außenfassade, den Tausch von Fenstern und Türen sowie weitere Maßnahmen modernisiert. Statt des üblichen Wärmedämm-Verbundsystems kommt eine hinterlüftete und gedämmte Holzfassade zum Einsatz, die den ökologischen Charakter auch nach außen zeigen soll. Die Holzfassade ist bereits am neu gebauten Gerätehaus am Kreissportfeld zu sehen.
Für den funktionalen Betrieb werden je Geschoss getrennte Umkleiden für Schul- und den öffentlichen Betrieb geschaffen – dies war bisher nicht der Fall. Es wird zudem ein modernes Kassensystem mit Drehkreuz eingerichtet, über welches der Zugang zum Schwimmbad während der Öffnungszeiten erfolgen wird.
Lärmintensive Arbeiten werden so gut es geht in die Ferienzeit verlegt, um den Schulbetrieb an der Realschule möglichst wenig zu stören, erklärt Serwuschok.
Kosten: 7,9 Millionen Euro
Die Gesamtkosten für die Maßnahme belaufen sich auf insgesamt etwa 7,9 Millionen Euro (inklusive einer großen neuen Photovoltaik-Anlage). Mittlerweile ist schon viel passiert und alle Aufträge ausgeschrieben, so dass Serwuschok auch in diesem Bereich sehr zuversichtlich ist: „Wenn nichts Unvorhersehbares passiert, werden wir im Kostenrahmen bleiben.“ Das Chamer Landratsamt geht von Fördermitteln in Höhe von 3,37 Millionen Euro und einem energetischen Zuschuss von 1,76 Millionen Euro aus. Damit errechnet sich ein Eigenanteil für den Landkreis in Höhe von ungefähr 2,8 Millionen Euro.
Zum neuen Schuljahr werden die neue Halle und das Hallenbad wieder nutzbar sein, ist Serwuschok sehr zuversichtlich. Lediglich die Außenanlagen würden noch etwas länger brauchen, diese seien für den Betrieb aber auch nicht nötig.

