Kommentar zu rechtswidriger Baugenehmigung in Schwandorf: Stadt ist Paradies für Bauherren

Der jüngste Umgang mit Baugenehmigungen seitens der Verwaltung rund um Oberbürgermeister Andreas Feller (CSU) lässt eine klare Linie vermissen. Manchmal wirkt es, als wäre Schwandorf die Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten, findet stellvertretender MZ-Redaktionsleiter Philipp Breu.
Geht nicht, gibt’s nicht. Wer die Entwicklungen in den vergangenen Monaten in der Großen Kreisstadt Schwandorf beobachtet, kann diesen Eindruck schnell gewinnen. Baugenehmigungen werden rechtswidrig erteilt, Ausnahmen von Bebauungsplänen problemlos genehmigt und Verstöße gegen geltende Regelungen nicht gerügt.
Mehrere Beispiele
Beispiele dafür gibt es mittlerweile mehrere: die Genehmigung für das Hotelprojekt am Klausensee oder die privat errichtete Stützmauer eines CSU-Stadtrats, die es so eigentlich nicht geben dürfte. Und nun auch noch Irlaching Siedlung.
Da stellt sich die Frage: Warum macht man das? Vielleicht, weil man – wie oft gefordert – versucht, unbürokratisch zu arbeiten. Vielleicht, weil man bei der Entwicklung der Stadt Gas geben will und Angst hat, dass Investoren abspringen.
Doch einreißen sollte das nicht. Die Verwaltung mit OB Andreas Feller an der Spitze muss nun schnellstens wieder eine Linie finden. Ansonsten werden auch andere zurecht Freifahrtscheine einfordern – in Schwandorf, der Stadt der offenbar unbegrenzten Möglichkeiten.
Dieser Kommentar nimmt Bezug auf folgenden Haupttext: Influencerin träumt von Haus auf Minigolf-Anlage bei Schwandorf – Genehmigungen rechtswidrig