Florian Hierl in Mitterdorf verabschiedet: Weggefährten dankten dem engagierten Kreisbrandinspektor

Von Mittelbayerische Zeitung · 17. August 2024 um 19:00

Es war ein würdiger Rahmen für einen engagierten Feuerwehrkameraden. Am Mittwoch nutzten die Führungskräfte der Kreisbrandinspektion sowie die Vertreter der 45 Feuerwehren des KBI Bereichs Roding die Gelegenheit, den langjährigen Kreisbrandinspektor Florian Hierl offiziell zu verabschieden. Die Begrüßung im Feuerwehrhaus Mitterdorf oblag seinem Nachfolger Norbert Mezei, der seit 1. Mai das Amt innehat.

Dieser hieß neben den Vertretern der Feuerwehren die Hauptperson, Florian Hierl, mit seiner Frau Andrea und seiner Tochter willkommen. Ebenfalls hatten sich die zehn Bürgermeister der Gemeinden und die weiteren Partner im Einsatz (BRK und Kriseninterventionsteam) eingefunden.

Norbert Mezei blickte auf die 17 Jahre Wirken von Florian Hierl zurück. Zunächst von 2007 an als Kreisjugendwart. Unter seiner Führung konnte zum Beispiel der Landesentscheid 2015 erfolgreich in Cham stattfinden. Von 2018 bis 2024 wirkte Hierl als Kreisbrandinspektor für den Bereich 2, hier wurden unter seiner Regie viele Neuerungen und Ideen eingebracht und umgesetzt.

Anpassungen und Neubauten

Als Beispiele nannte Norbert Mezei hier die Besichtigungen bei den Feuerwehren, wo Hierl auch stets den engen Kontakt zu den Wehren pflegte. Bereits jetzt gibt es aus diesen Besichtigungen positive Fortschritte, sei es Anpassungen, Umbauten oder Neubauten von Gerätehäusern oder Verbesserungen in der Organisation. Bei der Ausarbeitung der Ehrenordnung für den Landkreis wirkte Hierl an vorderster Linie mit.

In seine Amtszeit fiel auch einer der größten Brandeinsätze im Landkreis Cham, mit dem Brand der Galvanik-Halle bei der Firma Mühlbauer. Hier habe er, wie Mezei deutlich machte, durch seine ruhige Art und sein Fachwissen den Einsatzleiter hervorragend unterstützt. In die Amtszeit fiel aber auch die Corona-Pandemie, wo KBI Versammlungen, Besprechungen alles online abgehalten wurde. Eine schwierige Zeit mit vielen Einschränkungen für die Wehren, wie Mezei sagte.

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Kreisbrandrat Michael Stahl betonte, dass es mit Florian Hierl mehr als nur Zusammenarbeit war, sondern vielmehr ein freundschaftlicher Austausch. „Er hat viel Aufwand betrieben als Kreisjugendfeuerwehrwart und später als KBI, er war auch auf Bezirksebene stark engagiert als stv. Bezirksjugendwart. Und auch heute noch ist Florian Hierl als Landeswertungsrichter auf Bayernebene aktiv“, so der Kreisbrandrat.

Ohne Rückhalt von der Heimatfeuerwehr, aber insbesondere von der Familie, geht sowas nicht. Das sieht man auch daran, dass Hierl wieder zu 100 Prozent in Mitterdorf aufgenommen wurde, so Stahl. War er doch auch beim Gründungsfest Festleiter.

Bürgermeisterin Alexandra Riedl dankte für die gute Zusammenarbeit und den kurzen Draht, den es auch heute noch zur Feuerwehr gibt.

Stete Unterstützung

Florian Hierl dankte abschließend für die immerwährende Unterstützung und das freundschaftliche Miteinander. Auch bei Meinungsverschiedenheiten hätten alle immer konstruktiv zusammengearbeitet. Die Kameradschaft und geknüpften Freundschaften innerhalb der Feuerwehrfamilie seien nach wie vor an oberster Stelle.

Hierl dankte auch „seiner“ Feuerwehr Mitterdorf, die ihn insbesondere während der KBI-Zeit nahezu vollständig entbehren mussten. Umso mehr freute es ihn, dass am ersten Tag sogar der Schutzanzug „gebügelt“ an seinem Haken hing. Wie Hierl sagte, mache es ihm immer noch sehr viel Freude, hier mitzuwirken, und das hat er jetzt auch schon bei ein paar Einsätzen gezeigt.