Mit viel Grün: Eine der acht Touren der Seenland-Wanderwochen führt durch Schwandorf

Acht Touren werden bei den Seenland-Wanderwochen 2024 im September und Oktober angeboten. Heimatminister Albert Füracker (CSU) testete am Donnerstag mit Bürgermeistern und Tourismus-Experten in Schwandorf eine der Strecken. Sie führt mitten durch die Stadt und ist überraschend grün.
Voll des Lobes ist Staatsminister Albert Füracker für die Oberpfalz. Sie weise „freundliche Menschen, schöne Landschaften sowie gute Gastronomie und Hotellerie“ auf. Bei einer Wanderung erlebe man das besonders gut. So schnürte der CSU-Politiker am Donnerstag in Schwandorf die Wanderstiefel.
Die Touren der Oberpfälzer Seenland-Wanderwochen, die im September und Oktober stattfinden, werden alljährlich von den Bürgermeistern der acht beteiligten Kommunen sowie Vertretern der Tourismusverbände Ostbayern und Oberpfälzer Wald sowie der Tourismusbüros vorab getestet. An diesen Testläufen nehme er immer sehr gerne teil, betonte Füracker.
MdB Martina Englhardt-Kopf (CSU) und Landrat Thomas Ebeling (CSU) beteiligten sich ebenfalls an der zweistündigen Tour entlang des Schwandorfer Türmerhauswegs. Gästeführerin Karin Mager wusste allerlei Anekdoten und Wissenswertes an mehreren Stationen zu berichten.
Acht Strecken im Landkreis im September und Oktober
Auch in diesem Jahr habe man wieder schöne Strecken durch die acht Gemeinden für die Oberpfälzer Seenland-Wanderwochen ausgesucht, ist der Landrat überzeugt. Gerade der geführte Weg in Schwandorf sei etwas Besonderes: Es handele sich nämlich um eine Stadtwanderung, freute sich Ebeling bei der Erläuterung der beliebten Aktion. Und alle Teilnehmer waren überrascht, wie grün dieser Weg ist. „Man denkt gar nicht, wie viel Natur Schwandorf hat“, so Füracker. Durch üppig wuchernden Wald unmittelbar neben der Altstadt, entlang der malerischen Naab und tatsächlich mitten über den Marktplatz wanderte die Gruppe.
Schwandorfs Oberbürgermeister Andreas Feller (CSU) erläuterte: „Schwandorf hat das fünftgrünste Stadtgebiet Bayerns“. Heuer wolle man bei den Wanderwochen diese Region zeigen.
Der Landkreis Schwandorf sei noch nicht von „Overtourism“ betroffen, also nicht überlaufen, sagte der Heimatminister. Hier finde man überall lauschige Plätze zur Erholung. Dennoch sei Tourismus ein wichtiger Aspekt, und die Wanderwochen seien eine gute Gelegenheit, das Oberpfälzer Seenland kennenzulernen. Eine entscheidende Rolle spielten dabei auch die vielen Ehrenamtlichen, die sich für die Heimat engagieren, sowie Gastronomie und Hotellerie. Vom Sperlstadel in Fronberg ging es am Oberpfälzer Künstlerhaus vorbei über den Weinberg – begleitet von Vogelgezwitscher. Der Wald am Weinberg habe den Schwandorfer Schriftsteller Eugen Oker, so berichtete Karin Mager, sogar zu seinem Buch „Winnetou in Bayern“ inspiriert. Auf 430 Höhenmeter befand man sich bald am Schwammerling – mit wunderbarem Blick ins Tal, was Füracker augenzwinkernd zu der Bemerkung veranlasste, Schwandorf lebe auf „hohem Niveau“.
Kaum traten die Wanderer aus dem Wald, waren sie tatsächlich gleich mitten in der Stadt, und zwar beim Blasturm und beim Türmerhaus, die besichtigt wurden, schließlich sind sie Besuchermagnete. Füracker trug sich ins Goldene Buch des Oberpfälzer Waldvereins ein. Am Tourismusbüro kamen die Politiker spontan mit Kindern von Krankenhausmitarbeitern ins Gespräch, die im Rahmen einer Betreuung zufällig auch auf Tour waren.
Einkehr in der Brauereiwirtschaft in Fronberg
Auf dem Schokoladen- oder Liebeswegerl entlang der Naab, wo die Gruppe auch die Höhle passierte, in der einst ein Drache gelebt haben soll, ging es zurück nach Fronberg.
In einem der ältesten Wirtshäuser der Gegend, der Brauereiwirtschaft Fronberg, machten die Wanderer schließlich Brotzeit. Dabei bestand Gelegenheit für ein Gespräch mit dem Fronberger Schlossherrn Hubertus von Breidbach-Bürresheim, der auch Vorsitzender des Kirwavereins ist. Füracker zeigte sich sehr interessiert an der Geschichte des Traditionswirtshauses und den Bemühungen des Vereins, es am Leben zu halten und zu retten.
Am 14. September starten heuer die Oberpfälzer Seenland-Wanderwochen, die acht spannende Erlebnis- und Themenwanderwege bieten. Den Anfang macht in diesem Jahr Neunburg. Unter dem Motto „Was ist los im Moos?“ begeben sich die Wanderer mit einem Führer ins Naturschutzgebiet Prackendorfer und Kulzer Moos. Darauf folgen sieben weitere Touren. Am 6. Oktober findet die letzte Wanderung in Wackersdorf statt. Interessierte können sich ab dem 24. August unter www.oberpfaelzer-seenland.de für Wanderungen ihrer Wahl anmelden und das detaillierte Programm einsehen.
