Kalte Pastritz wurde auf der Hoferinsel in Furth im Wald in ihr neues Bett umgeleitet

Als einen „historischen Moment“ bezeichnete Bürgermeister Sandro Bauer im Rahmen eines Ortstermins am Freitagnachmittag die Öffnung des Kanalarms im Westen der Hoferinsel.
Damit, so sein Credo, sei etwas geschafft worden, dessen Planung und Durchführung „nicht ohne“ waren.
Im Vorfeld habe es Gutachten und Untersuchungen gegeben, ob die Maßnahme ihren Zweck erfüllt. Und das tut sie. Die Pastritz ist von nun an durchgängiger Lebensraum für Fische. Das Wehr, das die beiden Arme Ost und West teilte, hatte das bisher verhindert. Nun können Fische und andere Wasserlebewesen in beide Richtungen ungehindert wandern. Um die Fließgeschwindigkeit des Wassers zu drosseln, wurden von der Firma Kolbeck-Bau nach genauen Maßgaben Steine im Bachlauf gesetzt.
Lesetipp: Probe für Kinderdrachenstich: Kinderritter Josef Mühlbauer trifft Drache Eddi auf Anhieb
Der östliche Arm dient in Zukunft nur noch als Überlauf und wird statistisch gesehen 30 bis 50 Tage im Jahr kein Wasser führen, weiß Josef Beer vom städtischen Bauamt. Während der Bauphase läuft das Wasser noch durch zwei Rohre, weil eine Behelfsbrücke gebaut werden muss, um mit schwerem Gerät auf die Hoferinsel kommen zu können. Begeistert zeigte sich auch Dr. Henrike Saile, Fachberaterin für Fischerei beim Bezirk Oberpfalz. „Es ist gut gelungen“, sagt sie und ergänzt: „nur ein wenig Struktur fehlt noch.“ Die Baumaßnahmen Hoferinsel und Postgartengasserl belaufen sich auf rund 1,8 Millionen Euro. Jetzt steht der Bau der Toiletten und die Fertigstellung des Postgartengasserls an, im September folgt der Spielplatz.